Donnerstag, 09.04.2026, 18.30 Uhr | Ort: Aula (Hauptgebäude, 3. OG) im Museum Pankow – Kultur- und Bildungszentrum Sebastian Haffner
VORTRAG: »Zwischen Abriss und Erhalt: Konflikte und Kompromisse um sozialräumliche Um- und Mitgestaltung im Prenzlauer Berg der 1980er«
Trotz allgegenwärtigem Verfall sollten Teile des Stadtbezirks Prenzlauer Berg in der späten DDR grundlegend erneuert werden. Zwischen Abriss, Neubau und Modernisierung schien alles möglich. Fehlende Baukapazitäten und Uneinigkeit über die Art der Umgestaltung machten Veränderungen aber weitgehend unmöglich.
Die Stadthistorikerin Kathrin Meißner gab Einblicke in die damaligen lokalen Aushandlungsprozesse um Stadterneuerung in Prenzlauer Berg. Der Vortrag zeigte das Spannungsfeld zwischen staatlichen Modernisierungsplänen, reformorientiertem Bauen und gesellschaftlicher Teilhabe in den 1980er Jahren auf. Stadterneuerung war eben nicht nur ein reiner Verwaltungsakt, sondern ein gesellschaftlicher Prozess – mit Diskussionen, Konflikten und kleinen Erfolgen.
Im Anschluss an den Vortrag gab es Gelegenheit, mit der Referentin ins Gespräch zu kommen.
Referentin: Dr. des. Kathrin Meißner ist historische Stadtforscherin. Sie arbeitet zu gesellschaftlichen Aushandlungsprozessen in historischen und aktuellen Stadträumen sowie Macht- und Aneignungsstrukturen. Ihre 2024 an der TU Berlin abgeschlossene Dissertation analysiert die Transformation sozialistischer Planungskultur am Beispiel der Stadterneuerung im Prenzlauer Berg (1971 – 1989).
Eine Kooperationsveranstaltung des Museums Pankow mit dem Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung (IRS) in Erkner, Forschungsschwerpunkt Zeitgeschichte und Archiv.
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Freitag, 10.04.2026, 9.30 – 17.30 Uhr | Ort: Aula (Hauptgebäude, 3. OG) im Museum Pankow – Kultur- und Bildungszentrum Sebastian Haffner
SYMPOSIUM: »Stadterneuerung im Konflikt – Rykestraße und Prenzlauer Berg zwischen Abriss und Erhalt in der späten DDR
Für den Prenzlauer Berg stellte sich in den 1980er Jahren immer mehr die Frage: Abriss der Gründerzeitbebauung und Ersetzung durch Neubauten oder Erhalt? Hierzu kam es lokal zu für die DDR bemerkenswerten Konflikten, Beteiligungsformen und erstaunlichen Erfolgen für zivilgesellschaftliche Gruppen. Der Fall der Rykestraße ist besonders gut geeignet, um diese Umstände und die kontroversen Planungen verschiedener Fachleute und engagierter Anwohnender zu veranschaulichen.
Damals Beteiligte aus verschiedenen Planungsbereichen und der Bürgerinitiative Rykestraße kommen zu Wort und ins Gespräch, moderiert von Dr. Kai Drewes und Dr. Harald Engler (beide IRS Erkner).
Eine Kooperationsveranstaltung des Museums Pankow mit dem Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung (IRS) in Erkner, Forschungsschwerpunkt Zeitgeschichte und Archiv.