Als erstes Ost-Berliner Wohnhaus wurde das Wohnhaus Kollwitzstraße 52 im Dezember 1990 auf einer spektakulären Auktion versteigert. Die Auktion und der Widerstand der Mieter*innen dagegen stehen symbolisch für die Probleme und Chancen auf dem Wohnungsmarkt seit 1990. Dennoch nahm die Entwicklung in diesem Haus einen besonderen Verlauf.
Das Haus und seine Bewohnerschaft durchlebten in den vergangenen 150-jährigen Geschichte viele Umbrüche. Erbaut wurde es in den 1870er Jahren vom Deutsch-Holländischen Actien-Bauverein in der damaligen Weißenburger Straße. In der Ausstellung werden anhand originaler Objekte diese Baugeschichte erzählt und Zeugnisse der Entwicklung des Wohngebiets sowie der dortigen Bewohner*innenschaft präsentiert.