Berliner Mauerweg - Vom Nordbahnhof zum Potsdamer Platz

Etappenlänge: 7 Kilometer

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Stadtplan Berlin.de
Bildvergrößerung: Park am Nordbahnhof
Park am Nordbahnhof
Bild: SenStadt/Ulrich Reinheckel

Die sieben Kilometer lange Tour startet am Nordbahnhof an der ehemaligen Grenze zu West-Berlin. Der S-Bahnhof war in der Zeit der Teilung stillgelegt; er gehörte zu den so genannten Geisterbahnhöfen. Die unterirdisch verkehrenden S-Bahnzüge fuhren über diese Strecke ohne Halt vom Süden West-Berlins in den Norden. Grenzsoldaten haben die abgedunkelten Bahnsteige bewacht. Mit einem Besuch der Ausstellung Grenz- und Geisterbahnhöfe im geteilten Berlin im Bahnhofszugang an der Gartenstraße können Sie sich auf das Thema einstimmen.

Bildvergrößerung: Friedhof der St.-Hedwig-Gemeinde
Friedhof der St.-Hedwig-Gemeinde
Bild: SenStadt/Guggenthaler

Das ausgedehnte Außengelände des Nordbahnhofs wurde ab 1961 zum Grenzstreifen ausgebaut. Die erhaltenen Mauerreste und Spuren der Grenzanlagen wurden in die Parklandschaft integriert. Die Bahnhofsmauer an der Gartenstraße hat als vordere Sperrmauer gedient. Entlang der Liesenstraße setzte sie sich auf dem Friedhof der St.-Hedwig-Gemeinde als Betonwand fort und ist Ecke Gartenstraße noch im Originalzustand zu sehen. Auch der Friedhof zeigt noch deutliche Spuren des DDR-Grenzregimes. Ein Teil des Gräberfelds wurde durch den Ausbau des Grenzstreifens zerstört. Der Zugang zum Friedhof war nur von der Rückseite, durch ein Wohnhaus an der Wöhlertstraße, möglich.

Bildvergrößerung: Grenzübergang Chausseestraße Ecke Liesenstraße 1970
Grenzübergang Chausseestraße Ecke Liesenstraße 1970
Bild: Landesarchiv/D. Lohse

Am Ende der Liesenstraße passieren Sie den ehemaligen Grenzübergang Chausseestraße, über den Sie eine Tafel der Geschichtsmeile Berliner Mauer informiert. Künstlerisch markiert wurde der Grenzübergang von Karla Sachse mit dem Kaninchenfeld. Durch die Boyenstraße gelangen Sie dann an den Spandauer Schifffahrtskanal, der die Grenze zu West-Berlin bildete. Hier finden Sie in einem erhaltenen Wachturm der DDR-Grenztruppen, die Gedenkstätte Günter Litfin.

Bildvergrößerung: Grenzübergang Invalidenstraße
Grenzübergang Invalidenstraße
Bild: Landesarchiv Berlin 0078732/Johann Willa

Vorbei an dem durch den Grenzstreifen stark zerstörten Invalidenfriedhof erreichen Sie den ehemaligen Grenzübergang Invalidenstraße. Zwei Tafeln der Geschichtsmeile berichten hier über einen missglückten Fluchtversuch am Grenzübergang und das Schicksal von Günter Litfin, der als erster Flüchtling nach dem Bau der Berliner Mauer nicht weit von der Brücke am Humboldthafen von DDR-Transportpolizisten erschossen worden ist.

Bildvergrößerung: Weiße Kreuze am Spreeufer
Weiße Kreuze am Spreeufer
Bild: Senatskanzlei

Im neuen Regierungsviertel zwischen Sandkrugbrücke und Brandenburger Tor finden Sie drei Gedenkorte für die Opfer der Berliner Mauer, die zu unterschiedlichen Zeiten entstanden sind: das Parlament der Bäume, von dem Künstler Ben Wagin nach dem Mauerfall aus Elementen der hinteren Sperrmauer angelegt; das “Mauermahnmal im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus, mit dem sich das Parlament der Bäume in der Bundestagsbibliothek fortsetzt, und den Gedenkort Weiße Kreuze, der erstmals 1971 zum 10. Jahrestag des Mauerbaus von West-Berliner Bürgern am Spreeufer eingerichtet worden ist.

Bildvergrößerung: Tränenpalast
Tränenpalast
Bild: Stiftung Haus der Geschichte / Axel Thünker

Hier lohnt sich ein Abstecher am südlichen Spreeufer entlang zum Tränenpalast, dem ehemaligen Kontrollgebäude am (Grenz-)Bahnhof Friedrichstraße. Auf dem Weg dorthin passieren Sie auch eine ehemalige Wasserkontrollstelle der DDR unterhalb der Marschallbrücke. Im denkmalgeschützten Tränenpalast hat die Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland eine Dauerausstellung zum Thema Teilung und Grenze im Alltag der Deutschen eingerichtet, die kostenlos zu besichtigen ist.

Bildvergrößerung: Mauer an der Ebertstraße; Mauerabschnitt zwischen Reichstagsgebäude und Brandenburger Tor; 2.1.1990
Zwischen Reichstagsgebäude und Brandenburger Tor, Januar 1990
Bild: Landesarchiv/Edmund Kasperski

Auf dem Mauerweg zurück und am Reichstag vorbei, der unmittelbar an der Grenzmauer in West-Berlin stand, gelangt man zum Brandenburger Tor. Tafeln der Geschichtsmeile Berliner Mauer zeigen Ihnen, wie das Wahrzeichen Berlins zu Mauerzeiten mitten im Grenzstreifen stand und welche Bilder sich weltweit mit der friedlichen Überwindung der Mauer am Brandenburger Tor verbinden. Im U-Bahnhof Brandenburger Tor (U55) auf dem Pariser Platz gibt die Mauerinformation Brandenburger Tor einen Überblick über alle Mauergedenkorte in Berlin und die Geschichte des bekanntesten Berliner Wahrzeichens als Symbol für die Teilung Deutschlands wie für die Freude über die Deutsche Einheit. Von dieser letzten Station des Berliner Mauerwegs sind es nur noch wenige Minuten bis zum S- und U-Bahnhof Potsdamer Platz.

  • Streckeninfos: Die Innenstadtstrecke führt vom Nordbahnhof zunächst entlang der ehemaligen Grenzanlagen über Garten- und Liesen- bis zum Ende der Boyenstraße. Dort biegt der Mauerweg zurzeit Richtung Süden in die Scharnhorststraße ab. Durch die Kieler Straße führt er an den Spandauer Schifffahrtskanal, dem er bis zur Sandkrugbrücke folgt. Über Alexanderufer, Kapelle-Ufer, Schiffbauerdamm und Ebertstraße folgt die Route dem Mauerverlauf bis zum Potsdamer Platz. Auch für diese Etappe gilt: Planen Sie ausreichend Zeit für die vielen Erinnerungsorte und Sehenswürdigkeiten ein.

Sehenswürdigkeiten an der Strecke

Neue Synagoge

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Bild: Berlin Partner GmbH / FTB-Webefotografie

Die 1859-66 von Eduard Knoblauch und Friedrich August Stüler im maurisch-byzantinischen Stil erbaute Neue Synagoge war das größte Gebetshaus in Deutschland. Weitere Informationen

Hamburger Bahnhof

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Bild: Claudio Divizia - Fotolia.com

Schon 1884 genügte der Bahnhof den Anforderungen des Eisenbahnverkehrs nicht mehr. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde er zum Verkehrsmuseum ausgebaut. Weitere Informationen

Denkmal „Sinkende Mauer“

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Bild: SenStadt/Jutta Krenz

Im 1996-98 wiederhergestellten bzw. in Teilen neu konzipierten Invalidenpark steht seit 1997 die von Christophe Girot geschaffene Brunnenanlage „Sinkende Mauer“. Weitere Informationen

Naturkundemuseum

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Bild: AndreasJ - Fotolia.com

Das 1883-89 von August Tiede errichtete Naturkundemuseum verfügt über eine Sammlung von über 25 Millionen zoologischen, paläontologischen, mineralogischen und geologischen Objekten. Weitere Informationen

Charité Campus Mitte

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Bild: Charité-Universitätsmedizin Berlin

Die Charité, 1710 als Pesthaus errichtet, entwickelte sich im 19. Jahrhundert zu einer herausragenden medizinischen Forschungs- und Lehrstätte. Zahlreiche Klinikgebäude wurden von 1897 bis 1917 neu gebaut. Das 21-geschossige Bettenhaus entstand 1981. Weitere Informationen

Hauptbahnhof

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Bild: kameraauge - fotolia.com

Nach zehn Jahren Bauzeit eröffnete 2006 in Berlin der „größte Kreuzungsbahnhof Europas“ (Architekten: von Gerkan, Marg und Partner). Weitere Informationen

Deutsches Theater

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Bild: Bezirksamt Mitte

1849/50 von Eduard Titz als „Friedrich-Wilhelmstädtisches Theater“ erbaut, trägt das Deutsche Theater seit 1883 die heutige Bezeichnung. 1905 erwarb es der Regisseur Max Reinhardt. Weitere Informationen

Bundeskanzleramt

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Bild: Alex Arocas - Fotolia.com

Mitten im Spreebogen liegt das von Axel Schultes und Charlotte Frank entworfene, 2001 fertiggestellte Bundeskanzleramt. Weitere Informationen

Sowjetisches Ehrenmal in Mitte

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Bild: Wolfgang Bittner LDA

Im November 1945 wurde das von Lew Kerbel entworfene Ehrenmal eingeweiht. Hier liegen 2 500 sowjetische Soldaten begraben, die im Kampf um Berlin gefallen sind. Weitere Informationen

Paul-Löbe-Haus und Marie-Elisabeth-Lüders-Haus

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Bild: Henry Czauderna - Fotolia.com

Im „Band des Bundes“ hat Stephan Braunfels ein zweigeteiltes Domizil für die Bundestagsabgeordneten konzipiert: das Paul-Löbe-Haus und das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus. Weitere Informationen

Reichstagsgebäude – Deutscher Bundestag

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Bild: Marcito / Fotolia.com

Sitz des Deutschen Bundestags ist das 1884-94 von Paul Wallot errichtete Reichstagsgebäude. Es wurde 1994-99 nach Plänen von Sir Norman Foster entkernt und zu einem modernen Parlamentsgebäude umgebaut. Weitere Informationen

Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Link zu: Denkmal für die ermordeten Juden Europas
Bild: hindenberg / Fotolia.com

Das Denkmal für die ermordeten Juden Europas ist ein Ort des Gedenkens an die sechs Millionen jüdischen Opfer der Verfolgung durch das nationalsozialistische Deutschland. Weitere Informationen

Philharmonie und Kammermusiksaal

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Bild: © Thomas Röske - Fotolia.com

Die Philharmonie (1960-63) gilt als Hauptwerk Hans Scharouns und als Beispiel seines „organischen Bauens“: Im Mittelpunkt des Konzertsaals steht das Orchesterpodium, um das sich terrassenförmig ansteigend die Ränge für 2 200 Zuhörer legen. Weitere Informationen

Neue Nationalgalerie

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Bild: Berlin Partner GmbH / Fritsch Foto

Die Neue Nationalgalerie (1965-68) ist der einzige Museumsbau des Architekten Mies van der Rohe. Ein „schwebendes“ Dach überspannt die lichte Halle aus Glas und Stahl. Die Flucht der Ausstellungsräume befindet sich in dem granitverkleideten Sockelgeschoss. Weitere Informationen

Gemäldegalerie

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Bild: Thomas Röske - Fotolia.com

Architektonische Attraktion der 1998 eröffneten Gemäldegalerie von Hilmer & Sattler sind die expressionistische Glaskuppel über dem Eingangsbereich und die dreischiffige Halle, um die sich eine Doppelreihe von 53 Ausstellungsräumen mit gleichmäßigem Oberlicht legt. Weitere Informationen

Staatsbibliothek

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Bild: Da flow

Als Riegel sollte die Staatsbibliothek, 1967-78 nach Plänen von Hans Scharoun errichtet, das (West-Berliner) Kulturforum gegen Todesstreifen und Mauer abgrenzen. Weitere Informationen

Sony-Center

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Bild: Berlin Partner GmbH / Fritsch Foto

Neben weiteren interessanten Bauten entstand ab 1996 am Potsdamer Platz das Sony-Center unter Federführung des amerikanischen Architekten Helmut Jahn. Ein zeltförmiges Glasdach überspannt die sieben Einzelbauten und verbindet sie zu einem transparenten Gebäudekomplex aus Stahl und Glas. Weitere Informationen

Brandenburger Tor

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Bild: robepco - Fotolia.com

Das Brandenburger Tor, ehemaliges Stadttor und Wahrzeichen Berlins, lag in der Zeit der Teilung unmittelbar hinter der Grenzlinie im sowjetischen Sektor der Stadt. Weitere Informationen

Akademie der Künste

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Bild: Wolfgang Bittner LDA

Mit dem Neubau der Architekten Behnisch & Partner ist die seit 1993 wiedervereinigte Akademie der Künste an ihren alten Standort zurückgekehrt. Weitere Informationen