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Erste Pläne für neue Bauhaus-Welterbe-Stätte

Bislang wird Dessau fast ausschließlich mit Bauhaus in Verbindung gebracht. Mit der Aufnahme Bernaus in die Unesco-Welterbeliste dürfte sich das ändern. Experten haben sich nun getroffen, um einen Ausblick in die Zukunft wagen.
Bauhaus-Gewerkschaftsschule Bernau
Eine Pressekonferenz in der ehemaligen Bauhaus-Gewerkschaftsschule. © dpa

Bernau und die Aufnahme der ehemaligen Bundesschule des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes (ADGB) in die Welterbeliste: Nachdem das Unesco-Komitee am Sonntag, den 9. Juli 2017 im polnischen Krakau seine Entscheidung bekanntgab, rüstet sich die Stadt am nordöstlichen Berliner Stadtrand für Besucher. «Das erste Fachpublikum ist schon da», sagte Bürgermeister André Stahl (Linke) am Mittwoch, den 12. Juli 2017. Mit der Aufnahme in die Welterbeliste rücke das Areal auch touristisch verstärkt ins Interesse. «Das wird weitere Besucher anziehen», sagt er.

Besucherzentrum und Infrastruktur für fast 3 Millionen Euro geplant

Stahl will, dass die «Bauhaus-Kultur mit all ihren Facetten abseits von Dessau erlebbar wird». So soll bis zum 100. Bauhaus-Jubiläum im Jahr 2019 ein Besucherzentrum als zentrale Anlaufstelle entstehen. Die Kosten bezifferte Stahl auf rund eine Million Euro. Zwei Drittel davon übernimmt das Bundesbauministerium. Zugleich werden derzeit für 1,8 Millionen Euro die Außenanlagen umgestaltet. «Es soll so eine touristische Infrastruktur entstehen, die diesem wichtigen Standort gerecht wird», sagte der Bürgermeister.

Fertigstellung zum Bauhaus-Jubiläum ist «kein Muss»

Ein Architekten-Wettbewerb für das Besucherzentrum soll noch in diesem Jahr gestartet werden. «Hierbei geht aber Klasse vor Schnelligkeit», sagte Landeskonservator Thomas Drachenberg in Bernau. «Schließlich soll das Zentrum in 10 bis 20 Jahren so aussehen, als wenn es schon immer in das Ensemble gehörte.» Daher sei es «kein Muss», dass das Zentrum tatsächlich zum Bauhaus-Jubiläum fertig werde.

Ressortchefin Martina Münch sichert Stahl Unterstützung zu

Zusammen mit dem Brandenburger Kulturministerium soll auch ausgelotet werden, wie ein Betreibermodell für das Besucherzentrum aussehen könnte. Ressortchefin Martina Münch (SPD) sicherte Stahl ihre Unterstützung zu. «Ein solches Kleinod lassen wir nicht aus den Augen.» Zahlen nannte sie am Mittwoch, den 12. Juli 2017 auf einem Pressetermin in Bernau allerdings nicht.

Gebäude soll weiterhin für Bildungszwecke genutzt werden

Drachenberg erklärte dann noch, dass in Bernau kein «Bauhaus-Disneyland» entstehen werde. Er verwies darauf, dass der Meyer-Wittwer-Bau von der Handwerkskammer Berlin (HWK) als Internat genutzt werde. «Hier übernachten jährlich mehr als 8000 Gerüstbauer-Lehrlinge und der Bau soll auch künftig für Bildungszwecke genutzt werden», fügte HWK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Wittke hinzu. Er sei sicher, dass eine Lösung gefunden werden könne, dass sich die historische Stätte für Bauhaus-Touristen öffne und zugleich weiterbetrieben werde.

Dessauer Laubenganghäuser erhalten ebenfalls Welterbe-Status

Neben der Anlage in Bernau wurden auch fünf Dessauer Laubenganghäuser neu ins Welterbe aufgenommen. Bisher umfasste das Bauhaus-Welterbe mehrere Ensembles und Denkmäler in Weimar und Dessau.

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Quelle: dpa
Aktualisierung: 13. Juli 2017

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(Bilder: dpa; Landesdenkmalamt Berlin, Wolfgang Bittner ; Berlin.de; Klicker/pixelio.de; VisitBerlin; Prokino; BerlinOnline/argus/flashpics/fotolia.com; facebook)