«Berl Berl»: Künstler Kudsk Steensen verwandelt Halle am Berghain

«Berl Berl»: Künstler Kudsk Steensen verwandelt Halle am Berghain

Der dänische Künstler Jakob Kudsk Steensen hat mit seiner Installation «Berl Berl» die Halle am Berghain in eine virtuelle Sumpflandschaft verwandelt. Er nimmt damit Bezug auf die Ursprünge Berlins, das sich als Ansiedlung in einem Sumpfgebiet entwickelte. Das Wort «Berl» steht im Sorbischen für Sumpf.

  • Berl Berl: Kudsk Steensen© dpa
    Menschen betrachten die sich ständig ändernde Installation «Berl Berl» des Künstlers Jakob Kudsk Steensen, der eine Halle am Berghain in virtuelle Sumpflandschaft verwandelt hat.
  • Berl Berl: Kudsk Steensen© dpa
    Menschen sitzen auf einer spiegelnden Fläche und betrachten die Installation "Berl Berl" des Künstlers Jakob Kudsk Steensen, der eine Halle am Berghain in virtuelle Sumpflandschaft verwandelt hat.
  • Berl Berl: Kudsk Steensen© dpa
    Menschen stehen und sitzen auf einer spiegelnden Fläche und betrachten die sich ständig ändernde Installation «Berl Berl» des Künstlers Jakob Kudsk Steensen, der eine Halle am Berghain in eine virtuelle Sumpflandschaft verwandelt hat.
  • Berl Berl: Kudsk Steensen© dpa
    Menschen sitzen auf einer spiegelnden Fläche und betrachten die Installation "Berl Berl" des Künstlers Jakob Kudsk Steensen, der eine Halle am Berghain in virtuelle Sumpflandschaft verwandelt hat.
  • Berl Berl: Kudsk Steensen© dpa
    Menschen sitzen auf einer spiegelnden Fläche und betrachten die Installation "Berl Berl" des Künstlers Jakob Kudsk Steensen, der eine Halle am Berghain in virtuelle Sumpflandschaft verwandelt hat.
Für die auf künstlicher Intelligenz basierende Installation machte Kudsk Steensen über mehrere Monate umfassende Aufnahmen und Dokumentationen in Feuchtgebieten um Berlin, etwa im Spreewald. Tiere und Pflanzen der jeweiligen Umgebung digitalisierte er dabei in einem Bildarchiv. Später setzte er seine Bilder und Beobachtungen mit Hilfe einer digitale Plattform zu einer immersiven Landschaft zusammen, die - obgleich virtuell - beim Betrachten und Durchschreiten real erscheint.
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Auf neun Projektionsflächen hat Kudsk Steensen «Berl Berl» in der riesigen Halle des alten Fernheizwerkes verteilt. Die Arbeit ist endlos, weil die Software die Daten in immer neuen Landschaften unter und über Wasser zusammenfließen lässt. Gelegentlich tauchen verpixelt wirkende Flächen auf, die an diesen künstlichen Prozess in scheinbar natürlichem Ambiente erinnern, bevor sie wieder neue Formen von Pflanzen und Umgebung annehmen.
Nebenan im coronabedingt noch immer geschlossenen Berghain hat mit Hilfe der Sammlung Boros eine aktualisierte Fassung von «Studio Berlin» wieder eröffnet. Die Ausstellung war vor dem jüngsten Lockdown nur kurze Zeit zu sehen. In den Räumen des international gefeierten Clubs zeigt die Boros Foundation Werke von meist noch jungen und weniger bekannten internationalen Künstlerinnen und Künstlern, die in Berlin leben und arbeiten. Interessierte können sich hier nicht nur die überwiegend in der Pandemiephase entstandenen Fotografien, Skulpturen, Gemälde, Videos oder Installation anschauen, sondern auch sonst weitgehend verschlossene Bereiche des Berliner Nachtlebens erkunden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 9. Juli 2021 19:54 Uhr

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