Bürger Lars Dietrich: Als Breakdancer war man Rebell in DDR

Bürger Lars Dietrich: Als Breakdancer war man Rebell in DDR

Der Musiker Bürger Lars Dietrich (46) hat schon zu DDR-Zeiten mit Breakdance angefangen. «Als solcher war ich ein Rebell. Ich war einer von denen, die das aus dem Westfernsehen aufgeschnappt haben», sagte Dietrich der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Bürger Lars Dietrich

© dpa

Der Entertainer, Musiker und Schauspieler Bürger Lars Dietrich sitzt auf einer Bank.

Damit habe er sich in der Schule als Kind geoutet, das westlich geprägt sei und Westfernsehen gucke. «Das war natürlich nicht so gerne gesehen. Da gab es öfter Mal Rügen vom Lehrer, weil das ja nun nichts mit unseren russischen Besatzern zu tun hatte, sondern amerikanische Kultur war», sagte Dietrich, der in Potsdam geboren wurde. Nach Harry Belafontes Film «Beat Street» habe man dann aber auch im Osten breakdancen können. «Es nannte sich allerdings offiziell akrobatischer Showtanz.»

Dietrich steht derzeit auf der Theaterbühne

Dietrich wurde in den 1990ern mit Liedern wie «Sexy Eis» bekannt, heute moderiert er zum Beispiel die KiKa-Fernsehsendung «Dein Song» und steuerte Musik zum neuen Benjamin-Blümchen-Film bei. Er steht auch auf der Theaterbühne. Sein neues Stück «Zuhause bin ich Darling» feiert am 04. August 2019 an den Berliner Kudammbühnen Premiere.

Philippe Besson führt die Regie in «Zuhause bin ich Darling»

Das Theaterstück handelt von einem Ehepaar, das die 1950er Jahre nachstellen will. «Die beiden stellen sich das mit der alten Rollenverteilung, dem alten Mann-Frau-Bild ganz romantisch vor», sagte Dietrich. Das bringe aber doch Probleme mit sich. Er spiele einen Freund des Paares, der wegen sexueller Belästigung vorerst nicht an seinen Arbeitsplatz zurück dürfe. Es sei eine «sehr interessante», aber «in erster Linie keine ulkige Rolle».

Tickets und Termine: «Zuhause bin ich Darling»

Derzeit sind leider keine Veranstaltungen verfügbar.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 2. August 2019 08:41 Uhr

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