Messer-Attacke auf Nebenbuhler: Urteil ist rechtskräftig

Messer-Attacke auf Nebenbuhler: Urteil ist rechtskräftig

Die Bewährungsstrafe für einen Mann aus Strasburg (Landkreis Vorpommern-Greifswald), der aus Wut einen Nebenbuhler lebensgefährlich mit einem Messer verletzt hatte, ist rechtskräftig. Wie ein Sprecher des Landgerichts Neubrandenburg am Montag sagte, hat keine der beiden Seiten innerhalb der vorgeschriebenen Frist Rechtsmittel gegen das Urteil vom 10. Dezember eingelegt.

Justitia

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Eine Statue der Justitia hält eine Waage und ein Schwert in der Hand.

Das Landgericht hatte den 46-jährigen Mann wegen gefährlicher Körperverletzung zu 22 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt, die für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wurden. «Sie können von Glück sagen, dass das Opfer nicht gestorben ist», hatte Richterin Daniela Lieschke in der Urteilsbegründung erklärt. Der anfangs angeklagte «versuchte Totschlag» war allerdings fallengelassen worden.
Der 46-Jährige hatte vor Gericht die Messerattacke auf den Liebhaber seiner Partnerin im April 2020 in seiner Wohnung gestanden. Er hatte die beiden durch Zufall beim Frühstück überrascht, weil er auf der Fahrt zur Werkstatt einen Schlüssel zu Hause vergessen hatte. Die Frau hatte ihrem Lebensgefährten zuvor erzählt, dass sie sich am Vorabend zum «Mädelsabend» mit einer Freundin treffe, die angeblich bei ihr übernachten müsse.
Das 53-jährige Opfer stammt aus Prenzlau (Brandenburg). Der Mann konnte noch fliehen, wurde aber mit vier Stichen derart lebensgefährlich verletzt, dass er notoperiert werden musste. Nach der Messerattacke hatte der 46-Jährige auch die Frau aus der Wohnung geworfen, beide haben keinen Kontakt mehr.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 20. Dezember 2021 09:48 Uhr

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