CTK-Chef zur Corona-Lage: «Es sieht sehr, sehr düster aus»

CTK-Chef zur Corona-Lage: «Es sieht sehr, sehr düster aus»

Die Corona-Lage am Carl-Thiem-Klinikum, dem größten Versorger in Südbrandenburg, bleibt weiter angespannt. 50 Prozent der Intensivstation sei allein mit Covid-Patienten belegt, berichtete CTK-Geschäftsführer Götz Brodermann am Montag im RBB-inforadio. Derzeit lägen 12 Corona-Patienten auf Intensivstationen und 40 auf Normalstationen. Deshalb müssten andere Intensivpatienten auf Wachstationen versorgt werden. «Wir stemmen uns Tag und Nacht gegen diese vierte Welle (...)». In den südlichen Kreisen Elbe-Elster, Spree-Neiße und der Stadt Cottbus liegt die Sieben-Tage-Inzidenz über einem Wert von 1000

Darüber hinaus habe das Klinikum auch einen Auftrag als Maximalversorger in der Lausitz, so Brodermann. Die Bettenkapazität sei nicht ausreichend. «Wir wissen nicht, ob wir überhaupt handlungsfähig bleiben können». Dazu gehöre, ob etwa akute Notfälle wie Herzinfarkte oder Schwerverletzte nach Verkehrsunfällen weiter versorgt werden können. Ihm zufolge seien aus der Lausitz deshalb bereits fünf Intensivpatienten verlegt worden, drei davon aus dem Klinikum nach Berlin.
Für die nächsten Wochen rechnet er mit einer steigenden Hospitalisierungsrate. «Der Winter hat angefangen und die Welle ist noch nicht gebrochen, es sieht sehr, sehr düster aus, insbesondere für die nächsten zwei bis drei Wochen (...)», schätzte Brodermann ein. Das Personal sei am Limit, auch am Klinikum hätten Mitarbeitende in der Pflege gekündigt, die schon lange dort arbeiteten. «Wir sind nicht so stark betroffen wie im Bund», betonte er. Doch es gebe auch Mitarbeitende, die wegen der Belastung in andere Kliniken gewechselt seien oder in die ambulante Pflege.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 6. Dezember 2021 12:14 Uhr

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