Ärzteverband warnt vor Problemen bei Biontech-Begrenzung

Ärzteverband warnt vor Problemen bei Biontech-Begrenzung

Die Kritik an der geplanten Begrenzung des Corona-Impfstoffes Biontech wächst in Brandenburg. Der Ärzteverband Hartmannbund Brandenburg warnte vor großen Problemen in den Praxen. «Leider vergisst unser geschäftsführender Bundesgesundheitsminister Jens Spahn offenbar, dass es das Moderna-Vakzin nur in 20er Großpackungen gibt, in den Praxen kaum Erfahrungen mit dem Impfstoff bestehen und durch diese neue Situation ein gigantischer Beratungsbedarf bei unseren Patienten bestehen wird», teilte der Landesvorsitzende Hanjo Pohle am Montag mit.

Corona-Impfung Biontech

© dpa

Eine Arzthelferin hält eine Ampulle mit dem Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer.

Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) forderte, beide Impfstoffe zu nutzen. «Der Impfstoff von Moderna darf jetzt auf keinen Fall in Misskredit geraten», sagte Nonnemacher. «Die Impfstoffe von Moderna und Biontech bieten beide einen sehr guten Schutz vor schweren Krankheitsverläufen nach einer Infektion mit dem Coronavirus. Entscheidend ist, dass die Booster-Impfungen jetzt an Tempo gewinnen.» Das Ministerium warnt davor, dass das steigende Tempo der Corona-Impfungen wieder ausgebremst wird. Kassenärzte-Chef Peter Noack hatte gefordert, dass die Begrenzung zurückgenommen wird.
Das Bundesgesundheitsministerium hatte in einem Schreiben an die Länder für die nächsten Wochen Begrenzungen bei Bestellmengen für den Biontech-Impfstoff angekündigt, damit das Präparat von Moderna bei den Auffrischungsimpfungen vermehrt zum Einsatz kommt. Andernfalls drohten eingelagerte Moderna-Dosen zu verfallen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 22. November 2021 14:56 Uhr

Weitere Meldungen aus Brandenburg