Dehoga: Mindestlohn im Gastgewerbe steigt auf 12 Euro

Dehoga: Mindestlohn im Gastgewerbe steigt auf 12 Euro

Beschäftigte im Gastgewerbe dürfen sich ab dem 1. Januar auf steigende Löhne freuen. Der Mindestlohn für ungelernte Kräfte werde in allen tarifgebundenen Unternehmen auf 12 Euro je Stunde angehoben, teilte der Brandenburger Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) nach Abschluss der Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft NGG am Freitag mit. Bislang galt der gesetzliche Mindestlohn von 9,60 Euro.

Den Angaben zufolge steigen die Löhne in den anderen Tarifgruppen um durchschnittlich 7 Prozent. Für Facharbeiter bedeute das eine Steigerung auf über 13 Euro. Ab Oktober sei eine weitere Steigerung von 4 Prozent vorgesehen. Der neue Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2023. Bis dahin sollten alle Löhne im Vergleich zu jetzt um insgesamt 15 Prozent steigen, sagte Geschäftsführer Olaf Lücke.
Die Ausbildungsvergütungen würden ab 1. Februar 2022 im ersten Lehrjahr 850 Euro, im zweiten Lehrjahr 1000 Euro und im dritten Lehrjahr 1100 Euro betragen. Ab 2023 werde es eine Erhöhung um 50 Euro geben. Damit erhielten Auszubildende nun so viel Geld wie in Berlin, sagte Lücke.
Das Gastgewerbe sieht sich wegen der steigenden Corona-Zahlen mit vielen Absagen konfrontiert. Fast 50 Prozent der gebuchten Weihnachtsfeiern und 90 Prozent der Tagungen und größeren Veranstaltungen seien abgesagt worden, sagte der Dehoga-Chef.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 19. November 2021 18:14 Uhr

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