Knapper Heimsieg lässt Turbine-Trainer altern

Knapper Heimsieg lässt Turbine-Trainer altern

Die Fußballerinnen von Bundesligist Turbine Potsdam lassen trotz makelloser Heimbilanz ihren Trainer vorzeitig altern. «Die Mädels wollten es wieder besonders spannend machen und ich bin wieder ein paar Jahre älter auf der Trainerbank geworden», sagte Sofian Chahed nach dem 2:1-Sieg über den SC Freiburg schmunzelnd. «Der Konter war top herausgespielt. Verdient war es, aber ich hätte es als Trainer lieber gehabt, dass wir das Spiel schon vorher entscheiden.»

Turbine-Coach Chahed

© dpa

Sofian Chahed während einer Pressekonferenz.

Bis zur 89. Minute musste der 38-Jährige auf der Bank zittern, ehe Melisa Kössler den vierten Heimsieg im vierten Ligaspiel sicherstellte. Zuvor hatte Sophie Weidauer (39.) eine von zahlreichen Chancen in der ersten Halbzeit verwertet und die Gäste-Führung durch Hasret Kayikci zehn Minuten zuvor ausgeglichen.
Mit 15 Punkten nach sieben Spieltagen halten die Brandenburgerinnen als Fünfte Anschluss zu Spitzenreiter Bayern München (18) und sollten den Alterungsprozess des Trainers aufhalten. Doch die personelle Situation bereitet dem ehemaligen Hertha-Profi Kopfzerbrechen. Am Sonntag nahmen neben Ersatztorfrau Vanessa Fischer lediglich vier Feldspielerinnen auf der Reservebank Platz.
Besonders groß ist die Not in der Abwehr, in der mit Sara Agres, Merle Barth und Sara Holmgaard eine gesamte Dreierkette ausfällt. Ob sich die angespannte bis zum Sonntag beim 1. FC Köln (16 Uhr, MagentaSport) ändert, bleibt offen. «Wir müssen aufgrund von Verletzungen und Erkrankungen die Woche abwarten», sagte Chahed.
Mehr Gewissheit gibt es hingegen, auf wen Turbine im Pokal-Viertelfinale trifft. Am 1. oder 2. März 2022 tritt der dreimalige Cupsieger beim Zweitligisten SV Henstedt-Ulzburg an.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 8. November 2021 13:27 Uhr

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