Erster Brandenburger Fall von Geflügelpest in diesem Herbst

Erster Brandenburger Fall von Geflügelpest in diesem Herbst

In einem Nutzgeflügelbestand im Landkreis Spree-Neiße ist der erste Fall von Geflügelpest in diesem Herbst in Brandenburg nachgewiesen worden. Der Betrieb wurde gesperrt und die mehr als 200 Enten, Gänse und Hühner seien am Sonntag getötet worden, teilte der Sprecher des Verbraucherschutzministeriums, Dominik Lenz, am Montag mit. Zuvor hatte es bereits Fälle von Geflügelpest in anderen Bundesländern gegeben. Daher war auch in Brandenburg mit einem Ausbruch der Seuche gerechnet worden.

Geflügelpest

© dpa

Hähne sind in einem Stall zu sehen.

Vom zuständigen Veterinäramt wurde eine Schutzzone im Radius von drei Kilometern um den betroffenen Betrieb eingerichtet und eine Beobachtungszone im Radius von zehn Kilometern. In der Schutzzone gebe es rund 300 Geflügelhalter, vom Kleinstbetrieb bis hin zu Großanlagen, sagte Lenz. Diese müssten nun ihre Bestände melden und die Tiere ausschließlich im Stall halten.
Die Geflügelpest trete häufig mit dem Vogelzug im Herbst zunächst bei Wildgänsen auf und ebbe im Frühjahr wieder ab, erläuterte der Sprecher. In diesem Sommer seien vom zuständigen Friedrich-Loeffler-Institut aber auch im Sommer in Deutschland einige Fälle festgestellt worden. Im vergangenen Herbst und Winter hatte es nach Angaben des Ministeriums elf Ausbrüche der Geflügelpest gegeben, rund 159.000 Tiere wurden getötet.
In Brandenburg wurde in dieser Saison noch kein Fall von Geflügelpest bei Wildgänsen nachgewiesen. «Dass die Seuche so früh im Herbst auftritt und zudem Nutzgeflügel betroffen ist, noch bevor das Virus bei Wildvögeln in Brandenburg nachgewiesen werden konnte, bereitet mir große Sorgen», sagte Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher (Grüne). Die Ursache der Infektion werde noch untersucht. «Ich appelliere eindringlich an alle Geflügelhalter im Land: Halten Sie die Biosicherheitsmaßnahmen ein und vermeiden Sie Kontakt zwischen Wildvögeln und dem gehaltenen Geflügel», betonte sie.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 1. November 2021 14:08 Uhr

Weitere Meldungen aus Brandenburg