Anwohner und Naturschützer sorgen sich um den Schermützelsee

Anwohner und Naturschützer sorgen sich um den Schermützelsee

Der Schermützelsee in der Märkischen Schweiz macht Anwohnern und Naturschützern mit geringen Sichttiefen und verstärktem Algenwachstum Sorgen. Die Stadtverwaltung Buckow (Märkisch-Oderland) will nun ein Gutachten in Auftrag geben, um herauszufinden, warum der 137 Hektar große und fast 40 Meter tiefe Klarwassersee in einem schlechten Zustand ist. Das Land Brandenburg habe beantragte Fördermittel für die Expertise jetzt bewilligt, sagte Bürgermeister Thomas Mix (SPD), der den Auftrag für das Gutachten im November dieses Jahres ausschreiben will.

Schermützelsee

© dpa

Der Schermützelsee in der Märkischen Schweiz.

Regelmäßige Messungen hätten ergeben, dass der Phosphatgehalt im Seewasser viel zu hoch sei, erläuterte er. Phosphat binde Sauerstoff, mit dem Resultat, dass in tieferen Wasserschichten gar kein Sauerstoff mehr vorhanden sei. Und das bringe Pflanzen und Tiere in dem Flora-Fauna-Habitat-Gebiet Schermützelsee in Gefahr, ergänzte Klaus Müller, Vorsitzender des Naturpark-Kuratoriums Märkische Schweiz.
Das Problem werde durch Biberbauten im Sophienfließ verschärft, dem wichtigsten natürlichen Wasserzufluss zum Schermützelsee. Durch den schnellen Durchfluss speise der Bach normalerweise den See auch mit sauerstoffhaltigem Wasser. Durch Biberbauten seien im Sophienfließ jedoch mehrere stehende Tümpel entstanden, deren Wasser durch den nur langsamen Abfluss einen geringeren Sauerstoffgehalt aufweise, so Müller.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 31. Oktober 2021 08:37 Uhr

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