Museum und Kirchengemeinde bekämpfen Holzwurm gemeinsam

Museum und Kirchengemeinde bekämpfen Holzwurm gemeinsam

Das Museum Eberswalde und eine Kirchengemeinde in der Uckermark haben sich die Kosten für die Bekämpfung von Holz-Schädlingen in Kunst und anderen Gegenständen geteilt. Sowohl hölzerne Sammlungsstücke als auch Kircheninventar waren massiv von Holzwurm-Larven befallen. Rund 2500 Museumsgüter wurden deshalb ins Innere einer kleinen Kirche aus Feldstein gebracht, das gesamte Kirchenschiff wurde dort anschließend einem giftigen Gas ausgesetzt, das Schädlinge abtötet. Die Dresdner Firma Groli Schädlingsbekämpfung GmbH hat für dieses Verfahren ein Zertifikat.

Gemeinsam gegen den Holzwurm

© dpa

Unzählige alte Schränke, Tische, Truhen, Gemälde mit Holzrahmen stehen in einer Kirche.

Bis 2020 nutzten Museen bei Holzwurmbefall spezielle Stickstoffkammern zum Abtöten der Schädlinge. Im vergangenen Jahr verbot die Europäische Union dieses nicht zertifizierte Verfahren jedoch. Seitdem suchten Museen nach neuen Lösungen, um den an alten Kulturgütern häufigen Holzwurmbefall wirksam bekämpfen zu können, bestätigte Susanne Köstering, Geschäftsführerin des Brandenburger Museumsverbandes.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 17. Oktober 2021 08:48 Uhr

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