Brandenburg sieht wachsendes Risiko für Schweinepest

Brandenburg sieht wachsendes Risiko für Schweinepest

Das Risiko der Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest in Brandenburg wächst nach Ansicht der Landesregierung vor allem im Norden des Landes.

Ein Wildschwein liegt auf dem Waldboden

© dpa

Die Tierseuche breite sich derzeit in Westpolen weitgehend ungebremst Richtung Norden aus, teilte das Verbraucherschutzministerium am Freitag (20. August 2021) mit. «Dadurch erhöht sich auch der Infektionsdruck auf das nördliche Brandenburg.»
Staatssekretärin Anna Heyer-Stuffer verwies auf den Ausbau der Schutzmaßnahmen mit einem weiteren Zaun. «Leider ist nicht zu erwarten, dass der Seuchendruck aus Polen absehbar nachlässt», sagte sie nach Besuchen in Lunow-Stolzenhagen und Angermünde. «Darum bin ich sehr froh, dass der Bau des zweiten festen Zauns für den Schutzkorridor entlang der Grenze zu Polen so zügig vorangeht.»
Der Landeskrisenstab hatte den Bau eines zweiten festen Zauns entlang von Oder und Neiße beschlossen, um durch einen mindestens 500 Meter breiten Schutzkorridor die Gefahr einer Einschleppung zu minimieren. Zwischen den Zäunen sollen möglichst alle Wildschweine getötet werden, es findet eine intensive Suche statt und schweinehaltende Betriebe werden besonders überwacht. Landesweit sind laut Ministerium von rund 270 Kilometern des zweiten Schutzzauns 80 Kilometer fertig.
Die ASP, eine schwere Virusinfektion, ist für Wild- und Hausschweine meist tödlich, aber für Menschen ungefährlich. Im September 2020 wurde der erste Fall bei einem Wildschwein in Deutschland bestätigt - in Brandenburg. Später war auch Sachsen betroffen. Im Juli waren erstmals Hausschweine in Brandenburg betroffen. Ende Juli 2021 wurde das erste infizierte Wildschwein im Kreis Barnim bestätigt, vergangene Woche in der Uckermark.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 20. August 2021 14:53 Uhr

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