Fuhrpark der Landesregierung mit vielen Verbrennungsmotoren

Fuhrpark der Landesregierung mit vielen Verbrennungsmotoren

Mehr als die Hälfte der Autos im Fuhrpark der Brandenburger Landesregierung haben noch Verbrennungsmotoren. So sind Ministerpräsident Dietmar Woidke, Finanzministerin Katrin Lange und Kulturministerin Manja Schüle (alle SPD) mit Diesel-Kraftwagen unterwegs, wie das Finanzministerium in Potsdam auf eine Anfrage der Linke-Landtagsfraktion hin mitteilte. Sozialministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) fährt den einzigen Elektro-Dienstwagen im Brandenburger Kabinett.

Auspuff

© dpa

Der Auspuff eines Autos mit Verbrennungsmotor.

Als einziges Kabinettsmitglied fährt Umweltminister Axel Vogel (Grüne) dienstlich einen Benziner. Staatskanzleichefin Kathrin Schneider (SPD), Justizministerin Susanne Hoffmann und Verkehrsminister Guido Beermann (beide CDU) haben Dienstwagen mit einem Benzin-Hybrid-Aggregat. Innenminister Michael Stübgen (CDU) und Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) fahren Dienstautos mit einem Mischantrieb aus Selbstzünder und E-Motor.
Beim Kraftstoffverbrauch ihrer Dienstwagen liegen Regierungschef Woidke und Stübgen ganz vorn - beide Autos verbrauchen den Herstellerangaben zufolge jeweils 7,4 Liter Diesel auf 100 Kilometer. Der hohe Verbrauch ist auch der Spezialanfertigung der beiden Fahrzeuge geschuldet. Woidke und Stübgen sind als einzige Kabinettsmitglieder sogenannte Schutzpersonen. Neben dem Dienstwagen Nonnemachers ist der von Steinbach das sparsamste Auto der Landesregierung. Es verbraucht laut Hersteller nur 1,4 Liter Dieselkraftstoff auf 100 Kilometer.
Die Flotte der Dienstfahrzeuge, die von den Staatssekretärinnen und -sekretären genutzt werden, besteht den Angaben zufolge aus fünf Selbstzündern, jeweils drei Autos mit Benzinmotoren und mit Benzin-Hybrid-Antrieb sowie aus zwei Diesel-Hybrid-Dienstwagen.
Sprecher von Staatskanzlei und Innenministerium äußerten sich auf Nachfrage aus Sicherheitsgründen nicht über einen möglichen Wechsel zu Dienstautos mit einem geringeren Spritverbrauch. Auch das Finanzministerium machte keine Angaben über einen solchen Fahrzeug-Austausch für die anderen Kabinettsmitglieder sowie Staatssekretärinnen und -sekretäre.
Bei den Beschaffungskosten liegt das Innenministerium der Antwort zufolge weit vorn. Im vergangenen Jahr waren es knapp 17.900 Euro. Für dieses Jahr sind 23.100 Euro kalkuliert. Dahinter lag im Jahr 2020 die Staatskanzlei mit Beschaffungskosten von rund 11.500 Euro, gefolgt vom Gesundheitsministerium mit fast 10.900 Euro. Für dieses Jahr sind in der Staatskanzlei 15.000 Euro veranschlagt, im Gesundheitsministerium 16.600 Euro. Dabei nicht berücksichtigt sind Kraftstoff- und sonstige Kosten.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 20. August 2021 11:10 Uhr

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