GEW: Wir müssen nach der Schulöffnung sehr wachsam sein

GEW: Wir müssen nach der Schulöffnung sehr wachsam sein

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sieht nach der Rückkehr zum Regelunterricht an den Grundschulen noch erhebliche Probleme. «Jeder Tag, an dem Kinder nicht zur Schule gehen, ist nicht unbedingt ein guter Tag. Die Frage ist aber, ob die Bedingungen stimmen», sagte der GEW-Landesvorsitzende Günther Fuchs am Montag der Deutschen Presse-Agentur. «Wir müssen aufpassen, dass wir nicht so tun, als gäbe es keine Probleme», sagte Fuchs. «Wir haben sehr, sehr volle Klassen. Wir müssen sehr wachsam sein, dass wir nicht das, was wir über einen langen Zeitraum unter großem Engagement erreicht haben, wieder gefährden.»

Schüler im Unterricht

© dpa

Schülerinnen und Schüler sitzen in ihrem Klassenraum.

In fast ganz Brandenburg gibt es an den Grundschulen seit Montag wieder Unterricht in den gewohnten Lerngruppen. Die weiterführenden Schulen sollen eine Woche später (7. Juni) folgen. Die GEW sieht das kritisch: «Auch im Grundschulbereich sind noch nicht alle Lehrkräfte geimpft», sagte Fuchs. «Es ist eine Voraussetzung, dass die Kolleginnen und Kollegen geschützt werden.»
Auch bei den weiterführenden Schulen sei es schwierig zu verantworten, die Schulen zu öffnen, wenn die Lehrkräfte noch nicht geimpft seien. «Wir sehen dort große Defizite», sagte Fuchs. «Da gibt es noch weniger Impfungen als in den Grundschulen.» Eine offene Schule müsse aber eine sichere Schule sein. «Da darf man nicht nur auf die Inzidenzwerte schauen.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 31. Mai 2021 12:46 Uhr

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