Spandau scheitert wieder an Hannover

Spandau scheitert wieder an Hannover

Wieder an Waspo Hannover gescheitert: Die Wasserballer von Spandau 04 beenden enttäuscht eine komplizierte Bundesliga-Saison. «Wir haben unser Limit im Finale insgesamt nicht erreicht und verdient verloren», erklärte Manager Peter Röhle und kündigte gleich eine Analyse und nötige Veränderungen an: «Wir müssen uns für die Zukunft neu ordnen und motivieren. Das 0:3 muss uns antreiben». Gleich alle drei Finalspiele gegen den Erzrivalen Waspo haben die Wasserfreunde verloren.

«Individuell war Hannover, auch auf Schlüsselpositionen wie Torwart und Center, den entscheidenden Tick stärker. Sie waren konzentrierter und in der Chancennutzung stärker», resümierte Röhle. Die Niedersachsen gewannen am Sonntag das dritte Match der Best of Five-Finalserie um die 100. deutsche Meisterschaft seit 1912 mit 10:7 (2:3, 3:1, 3:1, 2:2) und holten sich nach dem 12:6-Heimauftakt sowie dem 9:8-Erfolg von Samstag in Berlin mit 3:0 Siegen souverän das Championat.
Spandaus Ambition, die Finalserie offen zu halten und ein viertes Match in Hannover zu erzwingen, hatte nur eine Halbzeit Bestand. Das erste Viertel ging mit 3:2 an den gastgebenden Rekordmeister, die beiden folgenden aber holte Waspo. Die 8:5-Führung verteidigten die Gäste im Schlussabschnitt.
Spandau lag seit Anfang des zweiten Viertels (3:4) stets in Rückstand und konnte nie auf weniger als zwei Treffer Differenz aufschließen. Der vergebene Fünfmeter von Dmitri Kholod elf Sekunden vor Schluss war symptomatisch für den Spielverlauf aus Spandau-Sicht.
Beste Torschützen der Berliner waren Kholod und Dennis Strelezkij (je 2), für Hannover trafen Ivan Nagaev, Darko Brguljan und Aleksander Radovic (je 2) am besten.
Als Bronze-Gewinner stand bereits seit Samstag der OSC Potsdam fest, der nach dem 16:14-Heimauftakt auch die zweite Begegnung der Best of Three-Serie gegen den ASC Duisburg auswärts mit 13:12 (6:6) für sich entschied und damit zum vierten Mal in Serie DM-Dritter wurde. Beste Torschützen beim Sieger waren Lukas Küppers und Reiko Zech (je 4). Potsdam, das U18-Keeper Erik Dortmann in Vertretung von Auswahl-Backup Florian Thom aufbot, qualifizierte sich damit erstmals für die Champions League.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 24. Mai 2021 12:52 Uhr

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