Baerbock: Solidarität ist «keine Selbstverständlichkeit»

Baerbock: Solidarität ist «keine Selbstverständlichkeit»

Grünen-Chefin und Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock hat zum 1. Mai auf die Situation von Pflegekräften in der Corona-Pandemie aufmerksam gemacht - aber auch in der Zeit danach. «Es reicht nicht, wenn man Pflegekräften zuklatscht, es reicht nicht, wenn man als Politikerin Danke sagt, und wenn alle geimpft sind, dann gehen wir einfach zu dem Zustand davor zurück», sagte die Grünen-Politikerin bei der Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Region Westbrandenburg am Samstag in Potsdam. Schon vor der Pandemie fehlten nach Baerbocks Angaben 120 000 Pflegekräfte in Heimen und 50 000 in Krankenhäusern. «Wir hatten schon in den Krankenhäusern, wir hatten in der Altenpflege, schon vorher ein riesengroßes Problem.»

Grünen-Chefin und Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock

© dpa

Grünen-Chefin und Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock spricht bei einer Kundgebung des DGB in Potsdam.

Es gehe um einen vernünftigen Lohn und vernünftige Arbeitsbedingungen, so Baerbock auf der Bühne am Potsdamer Bassinplatz weiter. Solidarität sei in diesen Zeiten «keine Selbstverständlichkeit». Wie ihr Nachfolgeredner, Bundesfinanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz, will Baerbock in Potsdam das Direktmandat bei der Bundestagswahl holen. Zur DGB-Veranstaltung kamen rund 100 Menschen, mehr sind nach den derzeitigen Corona-Regeln in der Landeshauptstadt, wo die 7-Tages-Inzidenz am Samstag bei 123,1 lag, nicht erlaubt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 1. Mai 2021 12:55 Uhr

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