Potsdam erinnert an Bombardierung vor 76 Jahren

Potsdam erinnert an Bombardierung vor 76 Jahren

Zum Gedenken an die Bombardierung von Potsdam vor 76 Jahren haben um 22.15 Uhr in der Stadt Kirchenglocken geläutet. Der Zeitpunkt erinnert nach Angaben der Stadtverwaltung an den Abwurf der Bomben über der Stadt. Vor der Kirche St. Nikolai war ein Friedensgebet geplant. Wegen der Corona-Pandemie und der damit bestehenden Beschränkungen hatte die Stadt von einer Gedenkveranstaltung mit viel Publikum abgesehen. «Der 14. April gehört auch in Pandemiezeiten ganz dem Gedenken an die Opfer des Bombenkrieges», betonte Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD). Er mahnte, nicht die Vorgeschichte dieses schicksalhaften Tages zu vergessen, denn der Zweite Weltkrieg sei von deutschem Boden entfesselt worden.

In der Nacht des 14. April 1945 versanken große Teile des alten Potsdams in Schutt und Asche. Fast 1600 Menschen kamen ums Leben, darunter zahlreiche Flüchtlinge aus den Ostgebieten sowie Zwangsarbeiter aus Polen und Frankreich. In weniger als einer halben Stunde warfen die alliierten Flugverbände 1716 Tonnen Bomben über Potsdam ab. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs waren den Angaben zufolge in der Innenstadt mehr als ein Drittel aller Gebäude völlig oder teilweise zerstört.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 14. April 2021 22:47 Uhr

Weitere Meldungen aus Brandenburg