Domowina: Mehr Wissensvermittlung an Schulen über Sorben

Domowina: Mehr Wissensvermittlung an Schulen über Sorben

Der Bund Lausitzer Sorben (Domowina) fordert mehr Wissensvermittlung im Schulunterricht über das sorbische Volk. «Immer wieder hören wir von Menschen außerhalb der Lausitz, wie wenig sie über uns in der Schule erfahren haben», erklärte Domowina-Chef Dawid Statnik am Mittwoch in Bautzen. Auf einer Konferenz in Regie des Bundesinnenministeriums hätten Vertreter der nationalen Minderheiten angeboten, sich untereinander abzustimmen, welche Bildungsinhalte ihnen in diesem Zusammenhang besonders am Herzen liegen.

Ein Klassenraum

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Ein leerer Klassenraum.

«Wir haben auf dieser Konferenz begonnen, uns eine Thematik, die uns alle schon lange bewegt, neu zu erschließen. Hier haben wir anerkannten nationalen Minderheiten in Deutschland noch viel Arbeit vor uns, schließlich geht es um das Bild von uns im Unterricht öffentlicher Bildungseinrichtungen», betonte Statnik. Man habe aber festgestellt, dass auch außerhalb von Schleswig-Holstein, Brandenburg und Sachsen viel guter Wille vorhanden sei, konstruktiv mitzuwirken.
In Deutschland gibt es vier anerkannte nationale Minderheiten: die dänische Minderheit, die friesische Volksgruppe, die deutschen Sinti und Roma sowie das sorbische Volk. Die Sorben sind im Süden von Brandenburg und in Ostsachsen beheimatet. Ihre Zahl wird mit etwa 60 000 angegeben, zwei Drittel von ihnen leben in Sachsen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 14. April 2021 16:34 Uhr

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