Mehr Studierende ohne Abitur 2019 an Hochschulen

Mehr Studierende ohne Abitur 2019 an Hochschulen

Die Zahl der Studierenden ohne Abitur in Brandenburg ist jüngsten Daten aus dem Jahr 2019 zufolge gestiegen. 674 Studierende ohne Hochschulreife haben in dem Bundesland studiert, wie aus einer Berechnung des CHE Centrums für Hochschulentwicklung hervorgeht. Das waren demnach 1,36 Prozent aller Studierenden und damit der höchste Wert seit 2015. Im Jahr 2018 waren es den Daten zufolge 618 Studierende ohne Abitur (1,25 Prozent). Am höchsten war die Zahl im Jahr 2012 mit 799 Studierenden ohne den Abschluss.

Studierende

© dpa

Studierende mit Mund- und Nasenmaske sitzen im Vorlesungssaal.

Auch der Anteil derer, die ein Studium ohne Abitur begonnen haben, stieg laut CHE in Brandenburg im Vergleich zum Vorjahr. 2019 waren es 2,12 Prozent aller Studienanfänger, 2018 noch 1,34 Prozent. Mit den neuen Daten aus dem Jahr 2019 klettert Brandenburg im deutschlandweiten Vergleich um vier Plätze von Platz 10 nach oben.
Die meisten Studienanfänger ohne den höchsten Schulabschluss verzeichnete die Technische Hochschule Brandenburg, 49 Erstsemester ohne den Abschluss starteten dort. An der Fachhochschule Potsdam waren es der Untersuchung zufolge 39 und an der Technischen Hochschule Wildau 32.
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Möglich ist ein Studium ohne Abitur für Menschen, die sich im Beruf hoch qualifiziert haben, zum Beispiel durch einen Meistertitel im Handwerk. So ersetzt etwa die Note aus der Meister- oder Fachwirtprüfung die Abinote. Eine abgeschlossene Berufsausbildung und Berufserfahrung sind Voraussetzung. 
Auch bundesweit stieg der Anteil der Studierenden ohne Abitur um 2,2, Prozent. Mit rund 64 000 Studierenden ohne den Abschluss an Deutschlands Hochschulen waren es 2019 laut CHE 1750 Menschen mehr. Die meisten Studienanfänger ohne Abitur habe es 2019 anteilig in Hamburg (5,3 Prozent), gefolgt von Thüringen (4,9) und Bremen (4,5) gegeben. Die Schlusslichter bilden Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg mit jeweils rund 1,4 Prozent und das Saarland mit einer Quote von 1,3 Prozent.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 25. März 2021 12:45 Uhr

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