250 Arbeitsplätze: Neues Zentrum für Zukunftstechnologien

250 Arbeitsplätze: Neues Zentrum für Zukunftstechnologien

Frühwarnsysteme für Epidemien, Video-Systeme für mehr Sicherheit beim Fliegen: In Wildau (Dahme-Spreewald) ist das Zentrum für Zukunftstechnologien (ZFZ) eröffnet worden. «So viele neue Arbeitsplätze, so viele Quadratmeter, das ist ein beeindruckender Schritt - für Wildau, für die ganze Region, aber ich sag auch für ganz Deutschland», sagte Staatsministerin im Bundeskanzleramt für Digitalisierung, Dorothee Bär, am Mittwoch.

Zentrum für Zukunftstechnologien (ZFZ)

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Das Gebäude vom Zentrum für Zukunftstechnologien (ZFZ).

An dem Standort rund 30 Kilometer südöstlich von Berlin forschen und entwickeln künftig 8 Hightech-Unternehmen mit insgesamt rund 250 Mitarbeiter. Sie arbeiten in den Bereichen Digitalisierung, Mobilität, Biowissenschaften und klimafreundlichen Technologien. Größter Mieter darunter ist das Robert Koch-Institut (RKI). An dem neuen Standort im Technologie- und Wissenschaftspark Wildau will die Einrichtung das Zentrum für Künstliche Intelligenz in der Forschung über öffentliche Gesundheit errichten. Mehr als 100 Mitarbeiter sollen dort tätig sein. Derzeit sucht das Institut eine Leitung, anschließend dann die Wissenschaftler.
Mit neuen Technologien sollen nach RKI-Angaben große und komplexe Datenquellen nutzbar gemacht werden, um zum Beispiel Epidemien umfassender zu analysieren und Frühwarnsysteme weiterzuentwickeln. Daneben sollen Krankheitslasten, also Auswirkungen einer Krankheit wie Todesfälle und Kosten, besser berechnet und komplexe Zusammenhänge visualisiert werden. «Wir haben in Deutschland enorme Datenschätze, aber das Problem dieses Landes sehen wir an dieser Pandemie, dass diese Daten nicht zusammengeführt werden», sagte RKI-Präsident Lothar Wieler. An dem neuen Standort stehe die für die Bündelung der Daten notwendige Technik bereit.
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Die RKI-Außenstelle wird aus Mitteln des Strukturstärkungsgesetzes für die Lausitz finanziert. Bis zum Jahr 2024 sind bereits 70 Millionen Euro bewilligt worden. Das stößt auf Kritik, da das Geld dem Strukturwandel in der Region zugute kommen und nicht zweck- und ortsentfremdet werden soll. Landrat Stephan Loge (SPD) rechtfertigt, dass auch der Kreis Dahme-Spreewald zur Lausitz gehöre. Außerdem liege der Standort auf dem Weg zwischen Berlin und der Lausitz. Das Zentrum werde die Region weiter stärken.
Für den Bau des mehrstöckigen Gebäudes mit einer Gesamtfläche von 7000 Quadratmetern investierte die Wirtschaftsförderung Dahme-Spreewald nach eigenen Angaben mehr als 23 Millionen Euro. «Wir haben letztendlich Nutzer gefunden für dieses Gebäude, die dem Namen Zentrum für Zukunftstechnologien tatsächlich alle Ehre machen», sagte Geschäftsführer Gerhard Janßen. Neben dem RKI hat unter anderem FTI Engineering Network die Räumlichkeiten bezogen. Das Unternehmen arbeitet an videobasierten Sicherheitssystemen in der Luftfahrt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 24. März 2021 17:13 Uhr

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