Ministerin Ernst verteidigt Vorgehen

Ministerin Ernst verteidigt Vorgehen

Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) hat ihr Vorgehen bei der kurzfristigen Aussetzung der Präsenzpflicht an den Schulen des Landes verteidigt. An drei Tagen habe der Inzidenzwert über 100 bei 100 000 Einwohnern gelegen, sagte Ernst am Dienstag im rbb-«Radio 1». Bundesweit habe man sich verständigt, dass man dann über eine Notbremse nachdenken müsse, sagte sie. Am Wochenende seien viele Eltern an sie herangetreten, dass sie ihre Kinder nicht zur Schule schicken wollten. Deshalb sei die kurzfristige Entscheidung getroffen worden. Sie war am Sonntagnachmittag bekannt geworden.

Britta Ernst

© dpa

Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst in Potsdam.

Der Brandenburgische Pädagogen-Verband (BPV) hatte das Vorgehen der Ministerin am Montag kritisiert. Unterdessen haben auch die Hauptpersonalräte der Lehrkräfte und des sonstigen pädagogischen Personals sowie der Verwaltung beim Bildungsministerium teilweise Kritik an den aus ihrer Sicht widersprüchlichen Entscheidungen der politischen Leitung des Hauses geübt. Ständige Wechsel und der damit verbundene Handlungs- und Zeitdruck belaste die Gesundheit aller Beschäftigten, hieß es am Dienstag in einer gemeinsamen Erklärung. Das sei im Ministerium seit langem bekannt, geändert habe sich nichts, im Gegenteil: In den vergangenen Tagen und Wochen sei dieses Geschehen weiter eskaliert. Ein vorausschauendes Krisenmanagement sei nicht zu erkennen, wird kritisiert. So seien wiederholt über die Presse Handlungsschritte verkündet worden, noch bevor die Betroffenen, die sie in den Schulen oder Schulämtern umsetzen müssen, bekannt seien.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 23. März 2021 15:50 Uhr

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