Woidke: Schnelle Einbeziehung von Ärzten für mehr Impfungen

Woidke: Schnelle Einbeziehung von Ärzten für mehr Impfungen

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) dringt auf eine rasche Einbeziehung der Praxisärzte in die Impfkampagne des Landes. «Wir brauchen die flächendeckende Einbeziehung der niedergelassenen Ärzte und auch der Betriebsärzte so schnell wie möglich», sagte Woidke der «Märkischen Allgemeinen» (Freitag). Es gehe nicht nur um die gute Auslastung der Impfzentren, sondern vor allem um die flächendeckende Impfung der Bevölkerung. «Wir brauchen Impfmöglichkeiten im gesamten Land, um die Kampagne umzusetzen.» Brandenburg ist seit mehreren Tagen beim Anteil der Erstimpfungen an der Bevölkerung im Ländervergleich hinten.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD)

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Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) spricht bei einer Landtagssitzung.

Seit dem 3. März läuft in Brandenburg ein Test in vier Arztpraxen. Ab nächster Woche plant die Landesregierung mit 50 Praxen. Nach einer Empfehlung der Gesundheitsminister von Bund und Ländern sollen Impfungen in Praxen frühestmöglich, aber spätestens in der Woche vom 19. April starten. Verfügbarer Impfstoff soll weiter zuerst an die bestehenden regionalen Impfzentren der Länder gehen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte, nach jetzigem Stand und den zugesagten Lieferungen könne ab dem 19. April der Start für erste reguläre Impftermine in den Praxen erfolgen.
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Die oppositionelle Linksfraktion im Landtag verlangte, Brandenburg müsse schnell landesweit 100 Hausarztpraxen an den Impfstart bringen. «Auch wenn der Bund sich nur träge bewegt, heißt das nicht, dass auch Brandenburg weiter hinterherzuckeln muss», sagte der gesundheitspolitische Sprecher Ronny Kretschmer.
Der Hausärztliche Qualitätszirkel Potsdam forderte, sofort mit den Impfungen in den Praxen zu beginnen. «Die Zeit drängt uns alle, die Liste der impfwilligen Personen in unseren Praxen wird immer länger», erklärte die Ärztin Marion Kurzweil. «Patienten warten, uns sind die Hände gebunden.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 11. März 2021 18:39 Uhr

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