Premiere für Potsdamerinnen: Trainer hatte schon den Pokal

Premiere für Potsdamerinnen: Trainer hatte schon den Pokal

Die Aufregung sei groß, räumte Antonia Stautz ein. Schließlich führt die Kapitänin die Volleyball-Frauen des SC Potsdam erstmals in das deutsche Pokalfinale. Und auch wenn Kontrahent SSC Palmberg Schwerin am Sonntag (14.15 Uhr/Sport1) als Favorit gilt: Die Brandenburgerinnen rechnen sich bei ihrer Premiere durchaus eine Chance aus auf den ersten großen Titel in der Vereinsgeschichte.

Antonia Stautz in Aktion

© dpa

Antonia Stautz spielt den Ball.

«Für den Verein wäre es großartig, diesen Titel zu gewinnen. Einfach für alle, die hier einen großartigen Job machen rund um das Team. Und natürlich für die Fans. Die Leute hier verdienen den Titel», erklärte der Potsdamer Chefcoach Guillermo Hernandez vor dem ersten Pokalfinale des SC Potsdam. Der 43 Jahre alte Spanier hat den Pokal als Trainer bereits gewonnen: 2015 und 2017 mit Allianz MTV Stuttgart. Nun könnte er mit dem derzeitigen Tabellen-Vierten der Bundesliga aus Potsdam persönlich den dritten Titel schaffen.
Welche Wirkung ein Pokalsieg auf die Entwicklung des Teams und des ganzen Clubs haben kann, hat Schwerins Coach Felix Koslowski erfahren. «2019 war der erste Pokalsieg für Schwerin in Mannheim und für mich der erste Pokaltitel. Als Verein hat uns das viel Lust auf mehr gemacht», berichtete der 36-Jährige, der seit 2013 den Schweriner SC und seit 2015 auch die deutsche Frauen-Nationalmannschaft trainiert. Insgesamt haben die Mecklenburgerinnen den DVV-Cup bereits sechs Mal gewonnen. Zudem war der Club acht Mal Pokalsieger der DDR.
Rechtzeitig vor dem Pokalfinale hat sich Außenangreiferin Stautz nach einer längeren Verletzungspause zurückgemeldet. «Ich hoffe sehr, dass mein Körper mitmacht», erklärte die 27-Jährige. Fans können in diesem Jahr wegen der Corona-Krise nicht dabei sein, die besondere Atmosphäre in der 12 000 Zuschauer fassenden SAP-Arena fehlt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 27. Februar 2021 10:45 Uhr

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