«Es kann Leben retten»: Kältebusse fahren für Obdachlose

«Es kann Leben retten»: Kältebusse fahren für Obdachlose

Bei eisigen Temperaturen sind in einigen Orten in Brandenburg Kältebusse des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) unterwegs, um Obdachlose zu versorgen. Für Hilfsbedürftige gebe es heißen Tee und Decken und wenn gewünscht, werden sie in eine Notunterkunft gebracht, wie DRK-Referent für Öffentlichkeitsarbeit, Fabian Lamster am Mittwoch sagte.

Ehrenamtliche Helfer eines Kältebusses schenken Tee aus

© dpa

Ehrenamtliche Helfer eines Kältebusses schenken Tee aus.

So ist beispielsweise seit dem 5. Februar ein Kältebus, besetzt mit ehrenamtlichen Helfern, abends in Brandenburg an der Havel unterwegs. Seit Montag fährt ein DRK-Bus am Abend auch durch Frankfurt (Oder). Es ist das erste Mal seit vielen Jahren, dass die DRK-Bereitschaft in Frankfurt einen Kältebus betreibt, so Lamster. In Brandenburg an der Havel ist ein solcher Bus demnach zum ersten Mal unterwegs. Ob die Busse noch in weiteren Orten Brandenburgs fahren, war am Mittwoch noch offen.
«So etwas wie einen Kältebus bräuchte jede Kleinstadt und Stadt in Brandenburg. Denn Menschen, die bei dieser Kälte Hilfe brauchen, gibt es überall», so Sabine Joeks, Ehrenamts-Koordinatorin im DRK-Kreisverband Märkisch-Oder-Havel-Spree. Bei derart eisigen Temperaturen sei es umso wichtiger, dass Menschen überall die Augen offen hielten. «Es kann Leben retten, Hilfsbedürftige und Obdachlose anzusprechen und zu melden, dass sie Hilfe brauchen.»
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Hinweise zu hilfsbedürftigen oder obdachlosen Menschen können in Frankfurt (Oder) unter der Rufnummer 03381 630621 gegeben werden, in Brandenburg an der Havel ist es die Nummer 0335 5525000. Die Koordination erfolgt über die Stadtverwaltung.
«Wenn Menschen bei den eisigen Temperaturen draußen auf der Straße angetroffen werden, auf gar keinen Fall vorbei laufen», sagte Angela Schweers, Vorstandsvorsitzende vom AWO-Bezirksverband Potsdam. Ansprechen und fragen, ob Hilfe benötigt werde. «Wir haben immer Platz.» Unter der Rufnummer 0331 73041770 können Menschen Hilfesuchende melden. Schweers bittet: Ist die Person nicht mehr ansprechbar, Polizei (110) oder Feuerwehr (112) alarmieren.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 10. Februar 2021 18:43 Uhr

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