Weiterer Fall von Geflügelpest: 14.000 Puten getötet

Weiterer Fall von Geflügelpest: 14.000 Puten getötet

Die Fälle von Geflügelpest bei Nutztierbeständen nehmen in Brandenburg zu. Der gefährliche Erreger H5N8 wurde bei einem weiteren Betrieb, einer Putenmastanlage im Landkreis Uckermark, nachgewiesen. Das teilten das Verbraucherschutzministerium und der Landkreis am Mittwoch mit. Die etwa 14 000 Mastputen wurden demnach auf Anordnung des Veterinäramtes getötet und beseitigt. Zudem wurden ein Sperrbezirk im Radius von mindestens drei Kilometern und ein Beobachtungsgebiet im Radius von mindestens zehn Kilometern um den Ausbruchsbestand eingerichtet.

Weiterer Fall von Geflügelpest bei Nutztieren

© dpa

Junge Puten stehen in einem Stall.

In diesem Bereich liegen noch einige Betriebe mit Tierhaltung, wie Kreis-Sprecherin Ramona Fischer auf Anfrage sagte. Derzeit würden entsprechende Vorschriften für die Halter erarbeitet und Karten zur Orientierung erstellt. Es ist der dritte Fall in einem Nutzgeflügelbestand innerhalb weniger Wochen im Land.
Der betroffene Betriebsinhaber in der Gemeinde Passow hatte den Angaben zufolge zunächst erhöhte Tierverluste festgestellt und daraufhin das Veterinäramt des Landkreises informiert. Das nationale Referenzlabor (Friedrich-Loeffler-Institut) bestätigte dann, dass es sich um die hochpathogene Variante des Virus handelt. In dem betroffenen Ort gilt bereits eine seit 13. Dezember 2020 angeordnete Aufstallungspflicht.
«Wie der Erreger trotz aller Vorsichtsmaßnahmen in den Betrieb gelangen konnte, wissen wir noch nicht. Der erneute Fall zeigt aber deutlich: Die Seuchensituation ist weiterhin sehr angespannt», erklärte Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher (Grüne). Sie bitte alle Geflügelhalter, weiterhin wachsam zu sein.
Der Amtstierarzt des Landkreises, Achim Wendlandt, appellierte nachdrücklich an alle Geflügelhalter, alle Biosicherheitsmaßnahmen und die Stallpflicht in den Risikogebieten konsequent einzuhalten. Dazu gehöre unter anderem, Schuhe an den Stallein- und -ausgängen zu desinfizieren.
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Ende Dezember war der Geflügelpesterreger H5N8 in einer Kleinsthaltung im Landkreis Spree-Neiße und Ende Januar 2021 bei einem gewerblichen Putenbestand in der Prignitz festgestellt worden. Außerdem wurde das Virus seit dem vergangenen Herbst bislang bei sieben Wildvögeln in Brandenburg nachgewiesen.
Betroffene Halter, deren Tiere wegen der Geflügelpest getötet werden mussten, können sich an die Tierseuchenkasse Brandenburg wenden. Wer in diese Kasse eingezahlt hat, hat laut Verbraucherschutzministerium Anspruch auf Entschädigung.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 3. Februar 2021 16:35 Uhr

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