Land plant ab drittem Quartal Mehrheitsbeteiligung an WRL

Land plant ab drittem Quartal Mehrheitsbeteiligung an WRL

Mit einer Mehrheitsbeteiligung an der Wirtschaftsregion Lausitz GmbH (WRL) will das Land Brandenburg die Strukturentwicklung in der Kohle-Region stärken. Der Einstieg des Landes soll im dritten Quartal 2021 erfolgen, wie die Chefin der Staatskanzlei, Ministerin Kathrin Schneider, am Dienstag im Kabinett mitteilte.

Geplant ist ihr zufolge, dass sich das Land mit 54,55 Prozent an der Kooperationsgemeinschaft beteiligt. Die kommunalen Gesellschafter - Brandenburgs Lausitzkreise und Cottbus - sollen jeweils 9,09 Prozent an der WRL halten. Der Entwurf für den neuen Gesellschaftervertrag liege den Partnern bereits zur Stellungnahme vor, sagte Schneider. Nach Abschluss der Abstimmungen werde sich das Kabinett damit befassen. Die Strukturentwicklung der Lausitz brauche starke Partner, sagte die Ministerin. Die kommunalen Gesellschafter hätten das Land gebeten, als Mehrheitsgesellschafter einzusteigen.
Die WRL hatte im Oktober ihre Arbeit aufgenommen. Sie soll dafür sorgen, dass die Strukturhilfen im Brandenburger Teil der Region sinnvoll eingesetzt werden. Die Landesregierung hatte die Kooperationsgemeinschaft als Bindeglied für Landkreise und Kommunen eingesetzt.
In fünf sogenannten Werkstätten sollen Ideen entwickelt und qualifiziert werden, darunter in den Bereichen Infrastruktur und Mobilität, Wirtschaftsentwicklung und Fachkräftesicherung. Für Personal, das im Werkstattprozess eingesetzt werden soll, hatte die WRL Fördermittel beim Bund beantragt. Diese seien genehmigt worden, teilte Schneider am Dienstag weiter mit. Damit sei die Arbeit der Werkstätten für zunächst vier Jahre gesichert. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) stellt demnach für die Jahre 2021 bis 2024 insgesamt mehr als 5,3 Millionen Euro für die Arbeit der WRL bereit.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 2. Februar 2021 18:56 Uhr

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