Viele Stipendien für angehende Brandenburger Landärzte frei

Viele Stipendien für angehende Brandenburger Landärzte frei

Für angehende Brandenburger Landärzte sind noch mehr als 20 Stipendien zu vergeben. Bis zum 15. Februar können sich weiterhin Medizinstudenten für ein Stipendium in Höhe von 1000 Euro monatlich bewerben, wenn sie sich nach ihrer Ausbildung für mindestens fünf Jahre als Ärzte in der Mark verpflichten. Möglich sind auch Co-Stipendien in Höhe von 500 Euro pro Monat, wenn die Studenten bereits von einer Kommune oder einem Krankenhausträger gefördert werden. Für die Stipendien seien bislang erst vier Bewerbungen eingegangen, teilte die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg (KVBB) am Montag auf Anfrage mit.

Ursula Nonnemacher

© dpa

Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Die Grünen) bei einer Pressekonferenz.

Mit dem Landärzte-Programm der Landesregierung konnten vom Wintersemester 2019 bis zum Sommersemester 2021 jeweils 25 Stipendien und ebenso viele Co-Stipendien vergeben werden. Da das Interesse an den Co-Stipendien nicht so groß gewesen sei, hätten in den vergangenen drei Semestern Mittel umgewidmet und die Zahl der Stipendien entsprechend erhöht werden können, erläuterte KVBB-Sprecher Christian Wehry. So seien bislang 96 Stipendien und 6 Co-Stipendien vergeben worden. Für das Sommersemester stehen zunächst weitere 25 Stipendien und ebenso viele Co-Stipendien bereit.
Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) bewertete das Landärzte-Programm als vollen Erfolg. «Diese engagierten jungen Leute brauchen wir - vor allem in den ländlichen Regionen», sagte Nonnemacher. «Ärztinnen und Ärzte haben in Brandenburg tolle Möglichkeiten, sich zu verwirklichen und neue, moderne Wege zu gehen, etwa in der Telemedizin.»
Bewerben können sich um die Stipendien Studierende an deutschen Hochschulen oder auch Nachwuchsmediziner, die an einer Hochschule in einem anderen EU-Mitgliedsstaat immatrikuliert sind. Das Stipendium wird maximal für die Regelstudienzeit von 75 Monaten gewährt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 1. Februar 2021 14:38 Uhr

Weitere Meldungen aus Brandenburg