Ministerin peilt Impfzentrum in jedem Kreis an

Ministerin peilt Impfzentrum in jedem Kreis an

Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) hält an dem Ziel fest, die Zahl der Impfzentren aufzustocken - wenn genug Impfstoff da ist. «Bis Ende Februar soll es in jedem Landkreis und jeder kreisfreien Stadt ein Impfzentrum geben, um den Bürgerinnen und Bürgern ein möglichst wohnortnahes Impfangebot zu unterbreiten - das Vorhandensein von Impfstoff vorausgesetzt», sagte Nonnemacher am Donnerstag im Landtag in Potsdam. Sie bat um Verständnis für weniger Terminvergaben. «Unsere Hotline könnte ein Vielfaches an Impfterminen vergeben, aber wenn ich nicht sicher sein kann, dass der Impfstoff auch kommt, dann kann ich es auch nicht verantworten, Erst- und Zweittermine zu vergeben.» Bisher sind elf Impfzentren geplant, neun haben bereits geöffnet.

Landesgesundheitsministerin Nonnemacher im Landtag

© dpa

Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Die Grünen, r) im Landtag im Gespräch mit Jörg Steinbach (SPD).

Die Oppositionsfraktionen der Linken und der Freien Wähler scheiterten allerdings mit Anträgen nach mehr Impfzentren - die Mehrheit des Landtags stimmte dagegen. Die Linke forderte mindestens ein Impfzentrum pro Kreis und kreisfreier Stadt, eine Online-Terminvergabe und die Einbindung von Hausärzten. Linke-Politiker Ronny Kretschmer kritisierte, dass Termine nur über die Telefon-Hotline 116 117 vereinbart werden können - aber wegen Impflieferverzögerungen Termine abgesagt wurden. «Die Menschen verzweifeln, sind teilweise überfordert.» Auch der SPD-Abgeordnete Björn Lüttmann hält es für nötig, dass die «Impfinfrastruktur weiter verfeinert werden muss» und dass Hausärzte ins Impfen einsteigen.
AfD-Fraktionsvize Birgit Bessin sagte, die Langzeitwirkungen der Impfungen seien noch nicht ausreichend bekannt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 28. Januar 2021 22:27 Uhr

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