Party und Spielrunde: Verstöße gegen Corona-Regeln

Party und Spielrunde: Verstöße gegen Corona-Regeln

Trotz der angespannten Pandemie-Lage kommt es in Berlin immer wieder zu vorsätzlichen Verstößen gegen die Corona-Regeln. An diesem Wochenende musste die Polizei nach eigenen Angaben sowohl bei einer Party in einem «Eventcenter» als auch bei einem illegalen Pokerspiel eingreifen - beides in Tempelhof.

Polizeieinsatzwagen

© dpa

Ein Fahrzeug der Polizei an einem Einsatzort.

Eine Gruppe von Menschen soll in der Nacht auf Samstag in einem Veranstaltungsraum in der Colditzstraße mit Musik, Wasserpfeifen und einer Nebelmaschine gefeiert haben. Als Polizisten nach Mitternacht eintrafen und das Treffen beendeten, hätten sie dort noch drei Männer und drei Frauen angetroffen, hieß es.
Diese hielten demnach weder den Mindestabstand ein, noch trugen sie eine Mund-Nasen-Bedeckung. Diverse Getränkegläser für etwa 20 bis 30 Personen hätten auf Tischen gestanden. Wie viele Menschen insgesamt teilgenommen hatten, war unklar. Gegen die Anwesenden läuft nun ein Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen Verstoßes gegen die Corona-Auflagen.
Am Samstagabend sollen außerdem 27 Männer beim Pokerspiel in einem Keller gegen die Corona-Regeln verstoßen haben. Nach Hinweisen von Zeugen entdeckten Polizisten in dem Keller in der Ringbahnstraße die Männer zwischen 16 und 38 Jahren «an Pokertischen sitzend beim illegalen Kartenglücksspiel», wie die Polizei mitteilte.
Die Spieler hätten keine Mund-Nasen-Bedeckungen getragen und teilweise aus Shisha-Pfeifen geraucht. Wegen der starken Rauchentwicklung in dem Raum und der Tatsache, dass es keine Fenster und keine Entlüftungsanlage gab, wurde die Feuerwehr gerufen, die einen überhöhten Kohlenstoffmonoxid-Wert maß.
Den Angaben zufolge wurden alle Menschen des Kellers verwiesen und zwei Glücksspielautomaten beschlagnahmt. Auch in diesem Fall müssen sich die Angetroffenen wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz verantworten.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 10. Januar 2021 12:39 Uhr

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