Impfstoff für rund 20 000 Brandenburger

Impfstoff für rund 20 000 Brandenburger

Knapp 20 000 Menschen in Brandenburg könnten schon bald gegen das Coronavirus geimpft werden. Das Land erhält eine größere Menge an Impfdosen, als zunächst gedacht, wie das Gesundheitsministerium am Dienstag mitteilte. «Brandenburg wird nach jetzigem Stand bis Ende des Jahres insgesamt rund 39 000 Impfdosen angeliefert bekommen», so Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne). Am 27. Dezember soll, wie geplant, mit den ersten Impfungen begonnen werden.

Impfung

© dpa

Eine Flüssigkeit tropft aus der Kanüle einer Spritze.

Die Hälfte des gelieferten Impfstoffs soll als Reserve für die notwendige Zweit-Impfung aufgehoben werden, demnach werden also zunächst rund 19 500 Menschen in Brandenburg geimpft. Nonnemacher sprach von einer sehr guten Nachricht. «Impfungen bereiten den Weg heraus aus dieser schlimmen Pandemie.»
Die Drei-Stufen-Priorisierung soll beibehalten werden: gestartet wird mit Stufe eins, das sind unter anderem Menschen über 80, Bewohner und Mitarbeitende von Pflegeheimen sowie Beschäftigte in der ambulanten Altenpflege und in medizinischen Einrichtungen mit besonders hohem Ansteckungsrisiko wie zum Beispiel Rettungsdiensten, in Notaufnahmen und in der medizinischen Betreuung von Covid-19-Patienten. «Als langjährig tätige Ärztin bin ich persönlich zutiefst davon überzeugt, dass die zugelassenen Impfstoffe sicher und wirksam sind. Ich werde mich impfen lassen, sobald ich dran bin», so Nonnemacher.
Los geht es am 27. Dezember in einem Pflegeheim im Landkreis Oberspreewald-Lausitz, anschließend sind Heime im Havelland und Cottbus an der Reihe. Dann sollen Krankenhäuser vor allem im stark von dem Coronavirus betroffenen Süden des Landes folgen. Im Januar gehen dann die beiden Impfzentren in Potsdam und Cottbus an den Start.
Die Zahl bestätigter neuer Corona-Infektionen war auch am Dienstag weiter auf hohem Niveau. Innerhalb eines Tages seien 774 neue Ansteckungen hinzugekommen, teilte das Ministerium mit. Dabei fehlten allerdings wegen technischer Probleme neue Daten von Potsdam. Die Landeshauptstadt meldete am Dienstag im Internet 130 neue Fälle. Wegen einer Covid-19-Erkrankung werden 1052 Patienten in Krankenhäusern behandelt, davon 196 auf Intensivstationen. Von ihnen würden 127 künstlich beatmet.
Im Potsdamer Klinikum Ernst von Bergmann sei die Auslastung der Normalbetten «sehr, sehr hoch», sagte Sprecherin Theresa Decker. «Derzeit haben wir noch ein, zwei, drei Intensivbetten frei.» Das gelte für die zehn im sogenannten Versorgungscluster zusammengeschlossenen Kliniken aus Westbrandenburg.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 22. Dezember 2020 14:12 Uhr

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