Nonnemacher erwartet größte Klinik-Belastung im Januar

Nonnemacher erwartet größte Klinik-Belastung im Januar

Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) rechnet angesichts steigender Corona-Infektionen mit einer Zuspitzung der Lage für die Kliniken im neuen Jahr. «Die größte Belastung für unsere Krankenhäuser steht uns im Januar erst noch bevor», sagte sie in einer Fragerunde für Leser der «Märkischen Allgemeinen» nach Angaben vom Dienstag. Mit deutlichen Worten kritisierte sie diejenigen, die die Corona-Regeln nicht einhalten. «Solange es in unserer Gesellschaft immer noch ein Volkssport ist, Schlupflöcher in den Verordnungen zu suchen, solange werden wir die Krise nicht meistern.»

Ursula Nonnemacher

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Ursula Nonnemacher (Bündnis90/Grüne), Ministerin für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz in Brandenburg.

Das Nadelöhr ist nach Ansicht der Ministerin das Personal in den Krankenhäusern. «Wir haben enorme Kapazitäten geschaffen, sind von 531 Beatmungsbetten im Frühjahr auf jetzt 1032 gekommen. Die Plätze stehen zur Verfügung, aber was nützt mir ein schöner Beatmungsplatz auf einer Intensivstation, wenn kein Personal da ist?», sagte Nonnemacher, die selbst als Ärztin gearbeitet hat. Sie empfahl den über 80-Jährigen, sich ab 4. Januar beim geplanten Call-Center einen Termin für eine Impfung geben zu lassen. «Wir müssen dann sehen, ob es Shuttle-Services vor Ort zu den Impfzentren geben wird für Menschen mit eingeschränkter Mobilität», sagte Nonnemacher.
Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) appellierte an die Bürger, Kontakte zu vermeiden. «Besonders sorge ich mich um die Pflegeeinrichtungen,» sagte er den «Potsdamer Neuesten Nachrichten» (Dienstag). Jeder solle sich fragen, ob ein Besuch in einem Pflegeheim unbedingt sein müsse - und wenn, dann zwingend unter Einhaltung der Regeln für die Besuche dort.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 22. Dezember 2020 10:04 Uhr

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