Brandenburg geht voraussichtlich in den Lockdown

Brandenburg geht voraussichtlich in den Lockdown

Die Brandenburger müssen sich ab kommenden Mittwoch auf drastische Einschnitte im öffentlichen Leben einstellen. Nach dem bundesweiten Beschluss ist auch in Brandenburg ein Lockdown geplant, kündigte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Sonntag an.

Dietmar Woidke

© dpa

Dietmar Woidke (SPD) bei einer Pressekonferenz.

Dazu zählen Ausgangsbeschränkungen ab 22.00 Uhr vom kommenden Mittwoch (16. Dezember 2020) an. Für Heiligabend soll die Regelung erst später gelten. Auch für den Neujahrsmorgen sind mit 1 oder 2 Uhr andere Uhrzeiten im Gespräch.
In den Schulen wird der Präsenzunterricht in Schulgebäuden von diesem Montag an vor den Ferien ausgesetzt - das sei keine Schließung, sagte Woidke. Wer kann, betreue sein Kind zuhause, es gebe aber eine Betreuungsmöglichkeit. Ab Januar gebe es nur noch Unterricht zuhause für alle Schulen außer Abschlussklassen und Förderschulen, es gebe aber Notbetreuung.
Für die Weihnachtsfeiertage vom 24. Dezember bis 26. Dezember soll sich ein Haushalt unabhängig von der eigenen Personenzahl mit maximal weiteren vier Personen treffen können, dabei sind Kinder bis 14 Jahren nicht mitgezählt. Im Freien sollen sich nicht mehr als bis zu fünf Menschen aus zwei Hausständen treffen können.
Die neuen Beschränkungen sollen schon an diesem Montag vom Brandenburger Kabinett verabschiedet werden. Sie treten am Mittwoch (16. Dezember) in Kraft und gelten zunächst bis zum 10. Januar.
Der Regierungschef bat um Verständnis. «Es sind harte, weitreichende Maßnahmen», sagte Woidke. «Es sind aber Maßnahmen, die angesichts der explosionsartigen Verbreitung des Virus dringend notwendig sind.» Die Zahl der neuen Infektionen sei am Samstag auf den Rekordwert von über 1000 gestiegen. Bei dem Wert neuer Infektionen je 100 000 Einwohner in einer Woche habe Brandenburg die kritische Marke von 200 überschritten.
Geschäfte werden geschlossen bis auf Läden für den täglichen Bedarf wie Supermärkte, Lieferdienste, Apotheken, Drogerien, Banken, Postfilialen, Reinigungen, Zeitungsverkauf, Weihnachtsbaumverkauf, Tankstellen und Kfz- und Fahrradwerkstätten.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 13. Dezember 2020 17:08 Uhr

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