BASF plant Pilotprojekt zu Batterierecycling in Schwarzheide

BASF plant Pilotprojekt zu Batterierecycling in Schwarzheide

Der Chemiekonzern BASF will weiter in seinen Brandenburger Standort Schwarzheide investieren. Bis 2022 solle dort eine Pilotanlage errichtet werden, um Lithium aus alten Batterien von Elektroautos zurückzugewinnen, wie das Wirtschaftsministerium in Potsdam am Freitag mitteilte. Eine Sprecherin des Konzerns bestätigte das Vorhaben. Ziel sei es, den Kreislauf zu schließen, um führend im Recycling von Lithium-Ionen-Batterien für die Automobilindustrie zu werden. Gleichzeitig solle der «CO2-Fußabdruck» der Kathodenmaterialien um insgesamt bis zu 60 Prozent reduziert werden, so die Sprecherin.

BASF

© dpa

Bunte Fahnen mit der Aufschrift «BASF» wehen im Wind.

Das Engagement ist dem Unternehmen zufolge Teil des IPCEI-Projekts der EU zur Unterstützung des Aufbaus einer wettbewerbsfähigen europäischen Wertschöpfungskette für Batterien für Elektrofahrzeuge. Es werde vom Bundeswirtschaftsministerium und dem Land Brandenburg unterstützt. Zur Investitionssumme und der Kapazität der geplanten Pilotanlage wollte sich der Chemieriese zunächst nicht äußern.
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Wirtschaftsminister Jörg Steinbach begrüßte die Entscheidung von BASF als neuen Ansiedlungserfolg. Somit schließe sich eine Wertschöpfungskette in Brandenburg. «Zur Elektrifizierung des Verkehrs gehört im Sinne der Kreislaufwirtschaft und damit der Nachhaltigkeit auch das Recycling der Batterien», erklärte der Minister. Über die Ansiedlung hatten mehrere Medien berichtet.
Am Donnerstag hatte der Konzern mit Sitz in Ludwigshafen mitgeteilt, dass er fossile Rohstoffe künftig verstärkt durch recycelte Materialien ersetzen will. Nach Angaben von Konzernchef Martin Brudermüller plant das Unternehmen, den Umsatz mit Lösungen für die sogenannte Kreislaufwirtschaft bis 2030 auf 17 Milliarden Euro zu verdoppeln. Bei den Materialkreisläufen verwies er unter anderem auf E-Autos. «2030 müssen Experten zufolge mehr als 1,5 Millionen Tonnen Batteriezellen von Elektrofahrzeugen entsorgt werden. Wir brauchen dringend Lösungen, die wertvollen Rohstoffe wie Lithium, Kobalt und Nickel wirtschaftlich und umweltschonend wiederzugewinnen.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 11. Dezember 2020 16:41 Uhr

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