Chahed: Frauen-Bundesliga in der DFL wäre wichtiger Schritt

Chahed: Frauen-Bundesliga in der DFL wäre wichtiger Schritt

Trainer Sofian Chahed von Turbine Potsdam setzt sich für die Eingliederung der Fußball-Bundesliga der Frauen in die Deutsche Fußball-Liga (DFL) ein. «Ich halte das für einen sehr wichtigen Schritt», sagte der 37-Jährige den «Potsdamer Neuesten Nachrichten» (Freitag). Der ehemalige Bundesligaprofi verspricht sich von einer Zugehörigkeit zur DFL eine höhere öffentliche Wahrnehmung der Frauen-Bundesliga, die nach wie vor «sehr ausbaufähig» sei. Aktuell sind die Ligen der Frauen unter dem Dach des Deutschen Fußball-Bundes organisiert.

Sofian Chahed spricht zur Presse

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Sofian Chahed, Cheftrainer von Turbine Potsdam, spricht zur Presse.

Im taktischen Bereich sieht Chahed, der den sechsmaligen deutschen Meister seit Sommer betreut, kaum Unterschiede zu den männlichen Kollegen. Allerdings ist Chahed von der Grundausbildung der Damen «ein bisschen enttäuscht». Diese sei bei weitem nicht so gut wie bei den heranwachsenden Jungen. «Man muss noch ganz viel individuell an Schlag- und Passtechniken trainieren», sagte Chahed, der zuvor die U16 von Hertha BSC als Trainer betreut hatte.
Seiner aktuellen Mannschaft bescheinigt Chahed viel Potenzial, wenn man die nächsten drei, vier Jahre mit ihr arbeiten könne. Realistisch sei dieses Ziel nicht unbedingt, da Turbine derzeit ein Ausbildungsverein sei: «Uns muss auch klar sein, dass die großen Clubs kommen und sich unsere Goldfische angeln.»
Mit einer Teilnahme an der Champions League könnten die Spielerinnen möglicherweise länger in Potsdam gehalten werden. Turbine hat deshalb den dritten Platz, der erstmals zum Start in der Königsklasse berechtigt, zum Ziel ausgegeben und liegt kurz vor dem Ende der Hinrunde auf Kurs.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 11. Dezember 2020 10:46 Uhr

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