Nach Geflügelpestfall in Lärz: Restriktionen bis Januar

Nach Geflügelpestfall in Lärz: Restriktionen bis Januar

Nach dem Geflügelpest-Ausbruch in einem größeren Legehennen-Betrieb in Lärz (Mecklenburgische Seenplatte) können Geflügelhalter bis nach Brandenburg erst Mitte Januar mit aufgehobenen Restriktionen rechnen. Dann endet die gesetzlich vorgeschriebene Frist, wie der Leiter des Kreisveterinäramtes, Guntram Wagner, am Donnerstag in Neubrandenburg sagte. Geflügel, Fleisch und Eier dürfen derzeit nicht in sowie aus den Restriktionsgebieten transportiert werden.

Schriftzug "Geflügelpest"

© dpa

Ein Schild mit dem Schriftzug "Geflügelpest" hängt an einem Zaun.

In dem Legehennen-Betrieb waren vor einer Woche 29 000 Hennen getötet worden, um die Tierseuche einzudämmen. Im Stall war bei kranken Tieren der aggressive, «hochpathogene» Erreger H5N8 gefunden worden.
Wie der Erreger, der meist über Wildvögel beim Vogelzug verbreitet wird, genau in die Ställe gelangte, ist nicht klar. «Es gibt keine eindeutige Eintragsquelle», sagte Wagner. In den untersuchten Beständen im Umkreis wurde kein weiterer Vogelgrippe-Fall gefunden. Im Umkreis werden mehr als 600 000 Hühner, Enten und anderes Geflügel in etlichen Betrieben und weitere bei Privatleuten gehalten.
Im betroffenen Betrieb in Lärz sei die Grobreinigung abgeschlossen. Bis Weihnachten hoffe man, die Feinreinigung und Desinfektion der Ställe beendet zu haben. Danach müsse der Betrieb 21 Tag warten, bis wieder Tiere gehalten werden. Derzeit gebe es keine Hinweise auf weitere Infektionen, sagte ein Sprecher des Schweriner Agrarministeriums.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 10. Dezember 2020 10:19 Uhr

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