Teil-Lockdown stellt Einzelhandel vor Probleme

Teil-Lockdown stellt Einzelhandel vor Probleme

Auch in der Adventszeit hat sich der Umsatz des Einzelhandels in Brandenburger Innenstädten bislang nicht vom Teil-Lockdown erholt - zumindest nicht bei kleineren Geschäften. «Besonders im Bereich Textil, Schuhe, Spielwaren und Schmuck sind die Umsätze radikal nach unten gegangen», sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg, Nils Busch-Petersen, am Mittwoch.

Im Textilbereich erreichten die Läden knapp die Hälfte der Umsätze aus dem Vorjahreszeitraum. Bei Spielwaren gebe es ein Minus von rund 20 Prozent. Dass Geschäfte bislang weiter offen bleiben durften, ist nach Ansicht Busch-Petersens eine Maßnahme, um nicht zu hohe Entschädigungszahlungen leisten zu müssen. Für den Fall, dass die Corona-Regeln weiter verschärft werden und auch Geschäfte schließen müssten, fordert er die gleichen finanziellen Hilfen für den Einzelhandel, die auch die anderen betroffenen Branchen bekommen, etwa die Gastronomie.
Von Januar bis September sind die Umsätze im Einzelhandel nach Angaben des Wirtschaftsministeriums branchenübergreifend um 7,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen. Der Internethandel ging demnach um 25 Prozent nach oben. Die Zahlen seien jedoch Mittelwerte, die man nicht herunterbrechen könne. Laut dem Handelsverband betreffen die Steigerungen vor allem Baumärkte, Drogerien, Lebensmittel- und Möbelgeschäfte. «Wir haben ganz definitiv in den Innenstädten einen Rückgang im Umsatz, zum Teil bis zu 50 Prozent», sagte Minister Jörg Steinbach (SPD) im Wirtschaftsausschuss. «Das dürfen wir auf gar keinen Fall irgendwo verniedlichen.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 9. Dezember 2020 14:57 Uhr

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