42 weitere Fälle von Schweinepest: Schwerpunkt Oderinsel

42 weitere Fälle von Schweinepest: Schwerpunkt Oderinsel

In Brandenburg ist die Zahl der amtlich bestätigten Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) auf 225 Fälle gestiegen. Nach Angaben des Verbraucherschutzministeriums in Potsdam hat das Nationale Referenzlabor, das Friedrich-Loeffler-Institut, weitere 42 Fälle nachgewiesen. Allein 40 Fälle stammen den Angaben zufolge von der Oderinsel bei Küstrin-Kietz im Kerngebiet des Landkreises Märkisch-Oderland, zwei aus dem ersten Kerngebiet im Landkreis Oder-Spree. Die Oderinsel wurde nach Angaben der Leiterin des ASP-Krisenstabs, Anna Heyer-Stuffer, seit Anfang Oktober eingezäunt und beobachtet. Im nahen Ort Bleyen war zuvor die Tierseuche festgestellt worden. Mit diesen Maßnahmen konnte man die Infektionen begrenzen. Inzwischen seien auf der Insel viele Tiere verendet und bereits geborgen worden, erklärte Heyer-Stuffer.

Afrikanische Schweinepest

© dpa

Zäune stehen um das Kerngebiet der Afrikanischen Schweinepest (ASP).

Bislang wurden damit im Landkreis Oder-Spree 149, im Kreis Märkisch-Oderland 62 und im Landkreis Spree-Neiße 14 Fälle der Tierseuche beim Schwarzwild bestätigt. Der erste ASP-Ausbruch bei Wildschweinen in Deutschland wurde am 10. September amtlich festgestellt. Nach jüngsten Erkenntnissen sind bereits in der ersten Juli-Hälfte infizierte Tiere verendet.
Die Hausschweinbestände in Deutschland sind den Angaben zufolge nach wie vor frei von der Seuche. Die Krankheit ist für Menschen ungefährlich, für Wild- und Hausschweine aber fast immer tödlich. Zur Abwehr werden zum Beispiel Zäune gebaut - um die Fundorte toter Tiere herum, aber auch an der Grenze zu Polen. Ob die Tierseuche über kontaminierte Lebensmittel oder die Einwanderung etwa aus Polen nach Deutschland kam, ist bisher offen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 3. Dezember 2020 12:19 Uhr

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