Studie: Personallage in Kitas wird sich entspannen

Studie: Personallage in Kitas wird sich entspannen

Die schwierige Lage aufgrund von Personalmangel in Brandenburgs Kitas wird sich laut einer wissenschaftlichen Studie wegen sinkender Geburtenzahlen entspannen. Nach den Berechnungen des Deutschen Jugendinstituts und der Technischen Universität Dortmund werden bis zum Jahr 2030 rund 6700 Kita-Erzieherinnen weniger gebraucht als derzeit, wie Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) am Montag erläuterte.

Britta Ernst

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Britta Ernst (SPD), Brandenburger Ministerin für Bildung, sitzt vor der Presse.

Mit diesen Ressourcen werde es möglich sein, den Personalschlüssel in den Einrichtungen deutlich zu verbessern. So habe sich die rot-schwarz-grüne Koalition vorgenommen, das Verhältnis von Betreuern zu Kindern von derzeit 1:5 bis 2024 auf 1:4 zu verbessern.
Dagegen werde die Zahl der Kinder und Jugendlichen über zwölf Jahren nach den demografischen Prognosen weiter steigen, sagte der Direktor des Deutschen Jugendinstituts, Thomas Rauschenbach. Daher sei bei den Hilfen zur Erziehung in stationären und teilstationären Einrichtungen bis 2030 einzusätzlicher Bedarf von etwa 1400 Fachkräften zu erwarten. Dafür könnten dem Professor zufolge auch Kita-Erzieherinnen nach entsprechender Qualifizierung eingesetzt werden.
Nach Angaben des Ministeriums werden aktuell in Krippen, Kitas, Horten und Pflegestellen rund 193 000 Kinder unter 14 Jahren von gut 23 000 pädagogischen Kräften betreut. Dies seien 26 Prozent mehr Kinder als vor zehn Jahren. Wegen einer voraussichtlich sinkenden Geburtenrate erwarten die Wissenschaftler in Brandenburg bis 2030 einen Rückgang der Altersgruppe der 3- bis 6,5-Jährigen um fast 20 Prozent.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 30. November 2020 15:09 Uhr

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