Nonnemacher: Krankenhäuser brauchen Finanzierungshilfen

Nonnemacher: Krankenhäuser brauchen Finanzierungshilfen

Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher hat drohende finanzielle Nachteile für kleinere Krankenhäuser kritisiert. Durch die neuen Regelungen im Bevölkerungsschutzgesetz würden die großen Krankenhäuser in Ballungsräumen klar bevorteilt, zu Lasten der kleinen im ländlichen Raum, betonte die Grünen-Politikerin am Mittwoch. Das bringe Brandenburg als Flächenland in eine schwierige Lage.

Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Die Grünen) gestikuliert

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Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Die Grünen) gestikuliert

Sie sehe zudem die Gefahr, dass Krankenhäuser der Grund- und Regelversorgung sowie Fachkliniken in Bedrängnis kommen würden. Angesichts der Corona-Krise hätten alle Krankenhäuser mit deutlichen Mindereinnahmen zu kämpfen, sagte die Ministerin.
In Brandenburg hat sich den Angaben zufolge die Zahl der Covid-19-Patienten in den vergangenen sechs Wochen von 36 auf 399 mehr als verzehnfacht. Alle Krankenhäuser benötigten jetzt vom Bund eine verlässliche Zusage für Finanzierungshilfen. Die Beschränkung auf Krankenhäuser nach Notfallstufen entspreche nicht der aktuellen Versorgungsrealität in den Ländern.
Im Bundesrat werde Brandenburg gemeinsam mit mehreren Ländern eine Protokollerklärung abgegeben, sagte die Ministerin. Darin werde gefordert, dass die Länder nach pflichtgemäßen Ermessen unter Beachtung regionaler Versorgungskonzepte die Krankenhäuser bestimmen, die entsprechende Ausgleichszahlungen erhalten sollen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 18. November 2020 17:37 Uhr

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