Netzhoppers: Binnen 22 Stunden gleich zweimal im Einsatz

Netzhoppers: Binnen 22 Stunden gleich zweimal im Einsatz

Auf die Netzhoppers KW-Bestensee wartet am Wochenende eine kräftezehrenden Prüfung. In der Volleyball-Bundesliga muss die Mannschaft von Trainer Christophe Achten in 22 Stunden zwei Spiele bestreiten. Am Samstag (18.00 Uhr) kommt Überraschungs-Tabellenführer Bisons Bühl nach Bestensee, am Sonntag (16.00 Uhr) ist die junge Mannschaft des VC Olympia Berlin zu Gast.

Auch ein derart kompaktes Programm kann den Optimismus der Netzhoppers nicht erschüttern. «Wir haben eine Mannschaft, die mit der Situation, wegen der Corona-Pandemie ohne Zuschauer spielen zu müssen, von allen Bundesligisten mit am besten umgeht», meinte Außenangreifer Dirk Westphal.
Die fehlende Kulisse versuchen die Netzhoppers durch eine engagierte und lautstarke Unterstützung von der Ersatzbank aus halbwegs zu kompensieren. «Es war Wahnsinn, wie uns die Jungs auf der Bank nach vorne gepeitscht haben», lobte Achten nach dem 3:2-Sieg zuletzt im Pokal gegen Düren.
Das Atmosphärische fördert bei den Netzhoppers offenbar das Spielerische. Drei Pflichtspielsiege in Serie sprangen zuletzt gegen starke Kontrahenten (Frankfurt, Lüneburg, Düren) heraus. Westphal, mit seinen 34 Jahren einer der Anführer des Teams, kann deswegen auch der Tabellenführer aus Bühl nicht schrecken. «Wir gehen ganz bewusst in solche Spiele mit dem Vorsatz: Egal, ob wir gewinnen oder am Ende verlieren: Wir wollen Spaß haben.»
Dass die Reservisten der Netzhoppers nicht nur zur Stimmungsmache taugen, bewies zuletzt der Slowake Jakub Kovac. Der Mittelblocker führte zu Saisonbeginn eher ein Mauerblümchendasein bei seinem neuen Verein, zeigte aber nach seiner Einwechslung gegen Düren seine Klasse. «An ihm werden wir noch viel Freude haben», prophezeite Achten.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 13. November 2020 09:37 Uhr

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