Beschränkungen in Polen: «Kleiner Grenzverkehr» möglich

Beschränkungen in Polen: «Kleiner Grenzverkehr» möglich

Das wird auch für viele Brandenburger spürbar sein: Polen fährt das öffentliche Leben angesichts eines massiven Anstiegs neuer Corona-Infektionen ab Samstag stärker herunter. Brandenburger können weiter im Rahmen des «kleinen Grenzverkehrs» ins Nachbarland reisen und umgekehrt. Die Landesregierung verwies am Mittwoch auf die Quarantäne-Verordnung, die ab Montag in Kraft tritt. Darin ist auch künftig geregelt, dass eine Quarantäne von zehn Tagen - bisher 14 Tagen - nicht nötig ist, wenn man sich weniger als 24 Stunden in einem Nachbarstaat als Risikogebiet aufhält oder bis zu 24 Stunden nach Brandenburg einreist.

Ab Samstag werden in Polen Kultureinrichtungen, Kinos und Theater geschlossen. Das gilt auch für Geschäfte in Einkaufszentren, mit Ausnahme von Lebensmittelläden und Apotheken. Hotels dürfen nur noch Geschäftsreisende aufnehmen. Die Einschränkungen sollen bis 29. November gelten. Das Land sei nur einen Schritt entfernt von einer «nationalen Quarantäne» und einem kompletten Lockdown, sagte Regierungschef Mateusz Morawiecki am Mittwoch in Warschau. Die Anzahl täglicher Neuinfektionen mit dem Coronavirus hatte am Mittwoch erstmals die Marke von 24 000 überschritten. Deutschland hat Polen als Risikogebiet eingestuft.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 4. November 2020 16:58 Uhr

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