Domowina will sorbische Sonderbriefmarke 2022

Domowina will sorbische Sonderbriefmarke 2022

Die Sorben wünschen sich 2022 eine Sonderbriefmarke in eigener Sache. Denn mit dem 150. Todestag des Dichters Handrij Zejler und dem 200. Geburtstag des Komponisten Korla Awgust Kocor gebe es in dem betreffenden Jahr gleich zwei Jubiläen, teilte der Bund Lausitzer Sorben (Domowina) am Dienstag in Bautzen mit. Die beiden Künstler habe eine lange und schöpferische Freundschaft verbunden, deren bekanntestes Ergebnis die sorbische Nationalhymne «Rjana Łužica» («Schöne Lausitz») ist. Domowina-Chef Dawid Statnik verwies darauf, dass Zejler und Kocor als «Begründer der nationalen Wiedergeburt des sorbischen Volkes» gelten.

David Statnik

© dpa

David Statnik, Vorsitzender der Domowina, schaut in die Kamera.

«Wir begehen 2022 das Kulturjahr "Zejler und Kocor" mit einem Veranstaltungsreigen in Brandenburg und Sachsen von überregionaler Bedeutung bis hinein in unsere slawischen Nachbarländer», erklärte Clemens Schkoda, Kulturreferent der Domowina. Die letzte Sonderbriefmarke mit sorbischem Motiv habe es 2012 anlässlich des hundertjährigen Bestehens der Domowina gegeben. «Es ist zehn Jahre danach an der Zeit, wieder auf diesen Teil der Geschichte und Kultur Deutschlands aufmerksam zu machen.»
Über die 50 Sonderbriefmarken des Jahres 2022 will im November der Programmbeirat des Bundesfinanzministeriums entscheiden. Ihm gehören neben Sachverständigen auch Vertreter der Bundestagsfraktionen an. Nach Angaben des Ministeriums treffen jedes Jahr etwa 500 Vorschläge für Sonderbriefmarken ein. Ihr Ziel bestehe darin, wichtige historische und aktuelle Ereignisse, bedeutende Persönlichkeiten sowie «runde» Jubiläen in Deutschland zu würdigen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 27. Oktober 2020 13:58 Uhr

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