Suche nach Fallwild wegen Schweinepest dauert an

Suche nach Fallwild wegen Schweinepest dauert an

In Brandenburg wird nach wie vor in den von der Afrikanischen Schweinepest betroffenen Landkreisen nach Fallwild gesucht. Jäger, Landwirte, Feuerwehrleute und Mitarbeiter der Landkreise seien mit Drohnen und Suchhunden im Einsatz, sagte Gabriel Hesse, Sprecher des Verbraucherschutzministeriums, am Montag auf Anfrage. Auch in Frankfurt (Oder) suchten Drohnen ein Areal aus der Luft ab. In einem Korridor von etwa fünf Kilometern entlang der Kernzone werde ebenfalls nach toten Wildschweinen gesucht. Im Landkreis Oder-Spree seien zudem Bundeswehrsoldaten unterwegs, die die Einsatzkräfte unterstützten. «Die Suche erfolgt mit Hochdruck, Proben werden genommen und zur Untersuchung eingesandt», sagte Hesse.

Einsatzkräfte der Feuerwehr durchsuchen ein Waldgebiet

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Einsatzkräfte der Feuerwehr durchsuchen ein Waldgebiet nach Fallwild.

Nach Angaben des Verbraucherschutzministeriums wurden bislang 70 Fälle Afrikanischer Schweinepest vom Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) in Brandenburg amtlich bestätigt. Im Landkreis Oder-Spree waren es 54 Tiere, in Spree-Neiße 13 und in Märkisch-Oderland 3. Die Seuche wurde bisher noch bei keinem Hausschwein nachgewiesen. Für Menschen ist die Krankheit ungefährlich, für Wild- und für Hausschweine fast immer tödlich.
Der erste Ausbruch beim Schwarzwild wurde am 10. September amtlich festgestellt. Nach neuesten Erkenntnissen sind bereits in der ersten Juli-Hälfte infizierte Tiere verendet.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 19. Oktober 2020 14:10 Uhr

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