Kulturminister schlagen Oderbruch-Projekt für Kulturerbe vor

Kulturminister schlagen Oderbruch-Projekt für Kulturerbe vor

Das Oderbruch in Brandenburg soll nach dem Willen der Kulturminister das Europäische Kulturerbe-Siegel erhalten. Die Ressortchefs der Länder schlugen das Projekt «Das Oderbruch - Menschen machen Landschaft» einer Arbeitsgemeinschaft von 20 Kommunen am Mittwoch als eine von zwei Initiativen für diese Auszeichnung vor, wie die Kulturministerkonferenz mitteilte. Die Region präsentiert sich darin als grenzübergreifende Landschaft und größter besiedelter Flusspolder Europas mit gut erhaltenen Baudenkmalen in Fischer- und Kolonisten-Dörfern. Die Bewerbung geht nun an die EU-Kommission.

Manja Schüle spricht

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Manja Schüle (SPD), Brandenburger Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur, spricht.

Brandenburgs Kulturministerin Manja Schüle (SPD) nannte das Oderbruch eine einzigartige Kulturlandschaft und ein eindrucksvolles Beispiel gelungener Integration. «Menschen aus ganz Europa haben in den vergangenen Jahrhunderten das Oderbruch mit ihrem Wissen und ihrem Einsatz urbar gemacht, gestaltet und bereichert», sagte sie in einer Mitteilung des Ministeriums. Der Landkreis Märkisch-Oderland, das Oderbruch Museum Altranft, viele Kommunen, Vereine, Betriebe und Menschen hätten das kulturelle Erbe mit Kreativität und Engagement aufgegriffen und weiterentwickelt.
Die Kulturminister, die sich per Internet zusammenschalteten, nominierten außerdem Fulda und den Petersberg in Hessen als Orte der karolingischen Bildungsreform für das Europäische Kulturerbe-Siegel. Bisher wurden seit 2011 mit dem Siegel 48 Stätten ausgezeichnet, darunter in Deutschland zum Beispiel das Hambacher Schloss, die Rathäuser aus Münster und Osnabrück und Leipzigs Musikerbe-Stätten.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 14. Oktober 2020 16:34 Uhr

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