Grabstätte mit Rindern aus der Jungsteinzeit entdeckt

Grabstätte mit Rindern aus der Jungsteinzeit entdeckt

Drei seltene Rinderbestattungen aus der Jungsteinzeit sind von Archäologen bei Neuschmerzke nahe Brandenburg an der Havel entdeckt worden. Sie gehörten zur Kugelamphorenkultur, teilte das Brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologische Landesmuseum (BLDAM) am Dienstag mit. Diese wurde nach den für diese Zeit typischen kugelförmigen Gefäßen benannt, die einen reich verzierten zylindrischen Hals haben.

Der Zustand der Gefäße nach 5000 Jahren im Sandboden sei wirklich erstaunlich, sagte Ralf Lehmphul, Fachreferent des Landesamtes für steinzeitliche Archäologie. Von den Knochen hingegen seien wegen der Kalkarmut der sandigen Böden meist nur Zähne und einzelne Skelettreste gefunden worden.
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Die Rinderbestattungen gruppieren sich um eine aufwendig konstruierte Grabkammer mit teilweise verbrannten menschlichen Resten aus der gleichen Zeit. Die Anlage vermittle einen Einblick in das komplexe Totenritual an der Wende vom 3. zum 2. Jahrtausend vor Christus, wird betont. Zudem werde die kultische Bedeutung der Rinder in jener Epoche dargestellt.
Die reich mit Schnureindrücken und Einstichen verzierten Gefäße wurden nach den Angaben vorsichtig geborgen. In der Restaurierungswerkstatt des Landesamtes werden sie nun präpariert und weiter erforscht.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 13. Oktober 2020 11:51 Uhr

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