Experte: Ausbau der B96 nördlich Berlins weiterhin wichtig

Experte: Ausbau der B96 nördlich Berlins weiterhin wichtig

Die längste Bundesstraße Ostdeutschlands - die B96 von Zittau bis zur Insel Rügen - wird nördlich von Berlin weiter zügig ausgebaut. Dies betreffe zwei Ortsumgehungen an der Mecklenburgischen Seenplatte, Usadel und Weisdin, sowie den teils dreispurigen Ausbau nördlich von Berlin und die Ortsumgehung Fürstenberg, sagte Frank Süsser, Referatsleiter Verkehr im Bundesverkehrsministerium am Montag in Neubrandenburg. Die 520 Kilometer lange Bundesstraße habe ihre Bedeutung als wichtige Verkehrsachse für den Osten Deutschland trotz neuer Autobahnen wie der A20 nicht verloren. Details zu geplanten Baumaßnahmen nannte Süsser nicht.

Nach vierjähriger Bauzeit gab Süsser mit Landesverkehrsminister Christian Pegel (SPD) symbolisch die Nord-Verlängerung der Neubrandenburger Ortsumgehung frei. Sie war nötig, damit die B96 künftig schneller an die Region nördlich von Neubrandenburg angeschlossen ist. Hier musste eine Brücke über die Bahnlinie Neubrandenburg-Pasewalk-Stettin gebaut werden. Insgesamt wurden rund 72 Millionen Euro investiert, allein sieben Millionen Euro flossen in die Nord-Verlängerung. Damit wird der innerörtliche Stadtring, den jährlich bis zu 16 Millionen Fahrzeuge nutzen, deutlich entlastet, wie Süsser erklärte.
Der nötige Planfeststellungsbeschluss für die Umgehungen an der Seenplatte wird für 2025 erwartet, hieß es vom zuständigen Landesamt bisher. Sie sollen allein rund 100 Millionen Euro kosten. In Brandenburg war der Ausbau zuletzt vor allem nördlich von Oranienburg geplant.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 12. Oktober 2020 16:08 Uhr

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