Verwaltungsbeschäftigte legen Arbeit nieder: Südbrandenburg

Verwaltungsbeschäftigte legen Arbeit nieder: Südbrandenburg

Beschäftigte von Stadt- und Kreisverwaltungen sowie Jobcentern in Südbrandenburg haben am Donnerstag für bessere Löhne die Arbeit ruhen lassen. Rund 500 Mitarbeiter versammelten sich vor der Bundesknappschaft in Cottbus, wie die Bezirksgeschäftsführerin der Gewerkschaft Verdi, Heike Plechte, sagte. Von dort zogen sie gemeinsam durch die Stadt. Verdi hatte zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen.

Ein Demonstrant spricht mit Mundschutz in ein Mikrofon

© dpa

Ein Demonstrant spricht mit Mundschutz in ein Mikrofon.

Nach eigenen Angaben hatte die Gewerkschaft Beschäftigte der Stadtverwaltung Cottbus mit ihren Einrichtungen und städtischen Eigenbetrieben, die Verwaltung und die Eigenbetriebe der südlichen Landkreise, Städte und Gemeinden, die Bundesknappschaft-Bahn-See, die Agentur für Arbeit und die Jobcenter aufgerufen, sich an dem Warnstreik zu beteiligen.
Mitarbeitende aus den Verwaltungen der Kreise Spree-Neiße, Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz und Dahme-Spreewald kamen nach Gewerkschaftsangaben zur Kundgebung nach Cottbus. Außerdem beteiligten sich laut Plechte Beschäftigte der Stadtverwaltung Königs Wusterhausen und Eichwalde an dem Warnstreik. Mit dem Warnstreik will die Gewerkschaft in den laufenden Tarifverhandlungen ihren Forderungen Nachdruck verleihen.
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Verdi fordert in der Tarifrunde Bund und Kommunen (VKA) eine Erhöhung der Tabellenentgelte um 4,8 Prozent, mindestens aber um 150 Euro monatlich. Außerdem sollen die Entgelte der Auszubildenden, Studierenden und Praktikanten um 100 Euro monatlich steigen. Der Tarifvertrag soll eine Laufzeit von zwölf Monaten haben.
Zuspruch bekamen die Streikenden vom Landesverband der Linken. «Die unsichtbaren Held*innen in den Verwaltungen leisten schon immer viel. In Corona-Zeiten noch mehr an und über die Belastungsgrenzen hinaus, um die öffentliche Daseinsfürsorge und Dienste am Laufen zu halten», unterstrich der Vize-Vorsitzende Martin Günther.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 8. Oktober 2020 13:59 Uhr

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